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Hagenower Kreisblatt

23. August 2017 | 11:57 Uhr

Hagenow : Feuerwehrmann bei Brand verletzt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

In der Hagenower Hagenstraße zerstörte ein Feuer weitgehend den Dachstuhl eines Doppelhauses.

Am frühen Sonnabendnachmittag war lautes Sirenengeheul in Hagenow zu hören. Ein Doppelhaus in der Hagenstraße in Hagenow brannte. Beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehren aus Hagenow, Wittenburg und Kuhstorf stand der gesamte Dachstuhl des Hauses bereits in voller Ausdehnung in Flammen. 49 Einsatzkräfte waren mit 13 Fahrzeugen  vor Ort. „Das lief schon unter der Kategorie Großbrand“, erklärte Hagenows Wehrführer Jan Meyer gegenüber der SVZ. Der Dachstuhl wurde durch den Brand weitgehend zerstört. Im Rahmen der Brandbekämpfung mussten weite Teile des Daches durch die Kameraden der Feuerwehren abgetragen werden, damit die dort vorgefundenen Glutnester bekämpft werden konnten.

„Wir sind froh, dass wir verhindern konnten, dass das Feuer auf die umliegenden Wohnhäuser übergreift und auch nicht auf die beiden Wohngeschosse des Doppelhauses“, so Jan Meyer. Die Bewohner beider Doppelhaushälften konnten sich nach Ausbruch des Feuers allein ins Freie retten. Eine 92-jährige Bewohnerin musste wegen der erlittenen Aufregung vor Ort durch die Rettungskräfte medizinisch versorgt werden. Die Menschen der angrenzenden Häuser wurden evakuiert. 

49 Kameraden waren mit 13 Fahrzeugen im Einsatz.
49 Kameraden waren mit 13 Fahrzeugen im Einsatz.
 

Bei dem Einsatz wurde ein Kamerad der Feuerwehr Hagenow leicht verletzt. „Bei dem erstvorgehenden Trupp waren die Temperaturen im Dachstuhl bereits so hoch, dass sich Teile der Decke lösten und herabstürzende Teile einen Kameraden verletzten“, informierte die Feuerwehr Hagenow.

„Bei uns geht nie jemand allein rein“, erläuterte Jan Meyer. „Der Kamerad, der ein erfahrener Feuerwehrmann ist, wurde durch die herabstürzende Teile am Oberkörper mechanisch verletzt. Zum Glück war der Rettungsdienst bereits vor Ort.“ Der Mann wurde zur Untersuchung ins  Krankenhaus Hagenow gebracht, wo er sich am Sonntag noch zur Beobachtung aufhalten musste. „Es kommt schon nicht so häufig vor, dass ein Kamerad bei einem Einsatz verletzt wird“, meinte Jan Meyer. Der letzte Fall in der Hagenower Wehr sei zumindest so lange her, dass er sich nicht mehr daran erinnern könne.

Der Einsatzkonnte um 19.30 Uhr beendet werden. „Die eigentliche Brandbekämpfung hat etwa zwei Stunden gedauert“, so Jan Meyer. Um 22 Uhr  hätten noch einmal vier Feuerwehrleute das Objekt kontrolliert.

Das gesamte Doppelhaus wurde durch die Flammen derart stark geschädigt, dass es in der Statik beeinträchtigt sein könnte, informierte die Polizei.  „Da ist schon eine Menge Löschwasser bis ins Erdgeschoss geflossen“, konstatierte Hagenows Feuerwehrchef. Ein Statiker soll nun die erforderlichen Prüfungen vornehmen. Unabhängig davon sind beide Doppelhaushälften zunächst unbewohnbar.

Der Brandort wurde durch die Polizei beschlagnahmt und der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen aufgenommen. Sie sollen klären, ob der Brand mit zuvor ausgeführten Arbeiten am Haus in Zusammenhang stehen könnte.  

Der genaue Schaden kann ohne weitere Prüfungen nicht genau beziffert werden. Nach ersten Schätzungen soll er jedoch bei über 100.000 Euro liegen.

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erstellt am 13.Aug.2017 | 20:45 Uhr

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