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Landkreis Ludwigslust-Parchim : Feuerwehr-Zentrale: Klares Signal für neuen Standort

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Votum der Feuerwehrchefs im Landkreis: 115 zu 86 Stimmen für Neubau an zentraler Stelle

von
erstellt am 02.Nov.2017 | 20:45 Uhr

Aus zwei wird eins: Der Landkreis wird künftig wohl nur noch eine feuerwehrtechnische Zentrale statt der bisherigen zwei Standorte haben. Das ist ist inoffizielle Ergebnis einer geheimen Sondersitzung des Kreisausschusses mit den Spitzen des Kreisfeuerwehrverbandes. Beschlossen wurde am Mittwoch Abend jedoch nichts. Auch, weil die CDU einen neuen Antrag einbrachte. Dennoch spricht viel dafür, dass die Fraktionen am Ende das Votum der Feuerwehren akzeptieren und umsetzen werden. Dennoch ist ein Beschluss des Kreistages zu diesem Thema in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten.

Worum geht es?

Bisher gibt es zwei derartige Zentralen, eine in Hagenow und eine in Dargelütz bei Parchim. Letztere müsste dringend saniert werden, zudem reichen die Kapazitäten insgesamt nicht aus. Der Kreis will eine Richtungsentscheidung, es geht um eine Investition von geschätzt 12 bis 15 Millionen bei einem Neubau.

Warum wurde gestritten?

Für die erste Sitzung im Juni gab es seitens der Feuerwehren ein Votum des Verbandsausschusses.  Der hatte sich dafür ausgesprochen, die Technik in Hagenow zu konzentrieren und die Ausbildung an beiden Standorten fortzuführen. Dagegen hatten vor allem Kameraden aus dem Parchimer Bereich massiv protestiert, die zu lange Wege fürchteten und sich abgehängt sahen.

Jetzt wurde neu abgestimmt.

Auch auf Wunsch vieler Kreistagsmitglieder gab es nun eine neue Abstimmung bei den Feuerwehren. Dieses Mal gab es zwischen dem 11. und 26. Oktober eine Abstimmung alles Feuerwehrchefs im Landkreis und des Verbandsausschusses. Von 261 theoretisch möglichen Stimmen wurden 201 abgegeben. 115 Stimmen kamen dabei für den Bau eines neuen Standortes zusammen, 86 Stimmen gab es für den Ausbau und Erhalt der beiden bisherigen Standorte.  Die Feuerwehrchefs hatten nur die Wahl zwischen den beiden Varianten.

Diese Abstimmung wurde am Donnerstag im Ausschuss vorgestellt und diskutiert. Mit diesem Votum gehen die Fraktionsspitzen auch in ihre jeweiligen Gremien. Beschließen muss das Konstrukt am Ende der Kreistag.

Kreiswehrführer Uwe Pulss: „Ich bin zufrieden, dass wir das jetzt alles sachlich mit der Kreistagsspitze besprochen haben. Meine Vorstandsmitglieder und ich haben angeboten, dass wir bei Bedarf in die Fraktionen kommen und das Votum der Feuerwehren noch einmal erläutern.“ Pulss wies aber auch darauf hin, dass die Wehren hier nur Dienstleister für den Kreis und nicht etwa Herr des Verfahrens seien.

Hat die Sitzung praktische Folgen?

Nein, erst muss der Kreistag beschließen, dann muss ein zentraler Standort gesucht werden, bevor man planen kann. Selbst im besten Fall würden fünf Jahre vergehen, bevor die neue Zentrale stünde.

Unabhängig von der neuen Zentrale sollen die so genannten Tauschräume für die Wehren im ganzen Kreis kommen. In denen können sich die Wehren nach Einsätzen mit neuen Schläuchen, Atemschutzgeräten und Verschleißmaterialien ausrüsten.

Als einzige der Fraktionen  hat gestern die der CDU auf die Sitzung reagiert. Fraktionschef Wolfgang Waldmüller begrüßte die Abstimmung der Wehren und den Verlauf der Sitzung und forderte, die neue Zentrale bereits in der Haushaltsplanung 2018 maximal zu berücksichtigen.

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