Wittenburg : Feuerwehr-Neubau endlich wieder ein Stück weiter

Die Wittenburger Kameraden sind mit den Nachbarwehren im ländlichen Raum genauso gefordert wir auf der A 24.
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Die Wittenburger Kameraden sind mit den Nachbarwehren im ländlichen Raum genauso gefordert wir auf der A 24.

Stadtvertretung hat nach kontroverser Diskussion nun die wichtigen Fachplanungen vergeben

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25. August 2016, 20:53 Uhr

Mit drei Enthaltungen und acht Ja-Stimmen haben Wittenburgs Stadtvertreter unlängst auf ihrer jüngsten Sitzung im örtlichen Rathaus den Weg weiter frei gemacht für den Ersatzneubau eines Feuerwehrgebäudes in der Dreilützower Chaussee. Dem vorausgegangen war eine längere und recht kontrovers geführte Diskussion.

„Wir können doch nicht über etwas befinden, wenn wir nicht wissen, was es uns letztlich kosten wird“, stellte Bürgervorsteherin Sybill Moß in die abendliche Runde. Und forderte genaue Summen ein.

Das sei nicht möglich, hielt Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann dagegen. „Ohne Abstimmung kommen wir aber nicht weiter. Wir müssen uns heute entscheiden.“ Eine exakte Kostenberechnung sei erst nach der Vergabe der Fachplanungen für die Bereiche Heizung, Lüftung, Sanitär, Tragwerksplanung, Freianlagen, Elektrotechnik und Brandschutz möglich. Das wiederum sei notwendig, um letztlich eine öffentliche Förderung weiter voranzutreiben. Es gäbe Fristen, die einzuhalten seien, wenn man nicht riskieren wolle, leer auszugehen.

CDU-Fraktionschef Michael Luchs gab an diesem Abend zu bedenken, dass statt der ursprünglich im Jahre 2013 avisierten 2,2 Millionen Euro, die benötigt würden für den Neubau, nun davon auszugehen sei, dass das Projekt gar 2,6 Millionen Euro kosten werde. „Durch den Preisindex ist von einem Kostenanstieg von mindestens 20 Prozent in den letzten drei Jahren auszugehen.“

Die Bürgermeisterin geht zwar auch von einer Preisindexsteigerung aus, verwies aber auf die noch ausstehenden Berechnungen. „Ich möchte mich nicht an Spekulationen über die Höhe beteiligen.“

Wittenburgs Ortswehrführer und Stadtvertreter Stefan Schwarz platzte am Abend irgendwann die Hutschnur: „Dann sperren wir das Gerätehaus eben zu und die Stadt muss zusehen, wie sie damit klarkommt. Ich verstehe die ganze Diskussion jetzt nicht mehr. Wir waren uns doch darüber einig, dass wir einen Feuerwehrneubau brauchen.“ Die jetzigen Zustände seien unhaltbar und den Kameraden auch nicht länger zumutbar.

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