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Hagenower Kreisblatt

25. September 2017 | 11:56 Uhr

Boizenburg : Feuereifer bei vielen Einsätzen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Freiwillige Feuerwehr Boizenburg traf sich am Sonnabend zu ihrer Jahreshauptversammlung

„Das Jahr 2016 war für meine Kameraden ein ereignisreiches Jahr. Mit 112 Einsätzen haben wir wieder einmal ein sehr hohes Einsatzaufkommen bewältigen müssen“, resümierte Ortswehrführer Reinhold Tiede zu Beginn der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Boizenburg am vergangenen Sonnabend. Zwar seien die verschiedenen Unwetter-Erscheinungen in unmittelbarer Umgebung mit relativ geringen Schäden und die daraus folgenden Einsätze relativ  glimpflich an den Brandschützern vorbeigegangen, doch zeige dies, dass sich die Feuerwehr in der Elbestadt mehr und mehr auf derartige Situationen einstellen müsse. Hierbei sei besonders die permanente Gefahr durch Hochwasser immer wieder mit zu berücksichtigen.

„Um so wichtiger wird es, dass für solche Ereignisse entsprechende Pläne und Unterlagen vorliegen, die auch den anstehenden und möglichen Bedrohungen angepasst sind“, bezog sich Reinhold Tiede auf den immer noch fehlenden aktualisierten Hochwasserplan.

Mit dem Stand der Jahreshauptversammlung engagieren sich 81 Kameradinnen und Kameraden in der aktiven Wehr, 39 Jungen und Mädchen lassen sich  in der Floriangruppe und Jugendfeuerwehr ausbilden. Von ihnen wurden im Berichtsjahr 2016 insgesamt 4010 Stunden reine Ausbildung absolviert.

Im Bestand der Feuerwehr Boizenburg befinden sich derzeit Fahrzeuge, die mittlerweile bis zu 26 Jahre im Dienst der Brandbekämpfung stehen. „Wie aus diesen Daten zum Alter der Fahrzeugtechnik zu erkennen ist, besteht in den nächsten Jahren der Bedarf zur Neubeschaffung von Fahrzeugen“, mahnte Tiede. Hierzu sei bereits in den zurückliegenden Jahren eine Bedarfsplanung an die Kämmerei der Stadt Boizenburg eingereicht worden. „Im vergangenen Jahr hatten wie eigentlich mit der Beschaffung des Einsatzleitwagen ELW 1 fest gerechnet, doch viele Widerstände führten zu dem Ergebnis, dass dieses Fahrzeug erst in diesem Jahr als Einsatzmittel zur Verfügung stehen wird“, sagte der Ortswehrführer Reinhold Tiede.

Für Jugendwart Dominik Stößer nimmt das Ehrenamt in der heutigen Zeit wie noch nie zuvor eine wichtige Stellung in der Gesellschaft ein. „Die Sicherheit, die durch die Kameraden der Feuerwehr ausgestrahlt wird und das Vertrauen, dass uns in der Bevölkerung entgegen gebracht wird, zeigen wie wichtig wir sind“, meinte Dominik Stößer. Trotz alledem würde die Arbeit häufig  durch Teile der Bevölkerung noch nicht vollends verstanden oder gewürdigt. „Gerade im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass Informationen und rechtzeitige Beteiligungen von Entscheidungen seitens der Stadtverwaltung nicht immer zeitnah weiter geleitet wurden, was im Nachhinein bei der Umsetzung von Maßnahmen immer wieder zu Unmut bei den Kameraden geführt hat“, so Wehrführer Reinhold Tiede am Ende seines umfangreichen Rechenschaftsberichtes. Als eine mögliche Lösung schlug Tiede den zuständigen Mitarbeitern für den Bereich Brandschutz vor, monatlich entweder an den Vorstandssitzungen oder an den jeweiligen Diensten teilzunehmen, um anstehende Fragen und Probleme zeitnah besprechen und klären zu können.

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