Darchau : Feuer zerstörte Bauernhaus

Hier wird noch ein Glutnest zwischen Außenmauer und Verkleidung gelöscht.
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Hier wird noch ein Glutnest zwischen Außenmauer und Verkleidung gelöscht.

Die beiden Bewohner konnten sich nach draußen retten. Feuerwehr war mit 99 Einsatzkräften vor Ort. Agrarvereinigung half mit Technik

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24. Juni 2016, 16:14 Uhr

Beißender Geruch liegt in der Luft, Kameraden der Feuerwehr Haar halten Brandwache und habe gerade ein Glutnest entdeckt, dass gelöscht werden muss. In Darchau hat ein Feuer ein Bauernhaus weitgehend zerstört. Die Bewohner selbst, ein Paar mittleren Alters, kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. „Als wir kamen, brannte der Dachstuhl über dem Stallteil schon in voller Ausdehnung.“, erläuterte Gemeindebrandmeister Dirk Baumann. Die Brandmauer zum Wohnteil hat diesen kleineren Teil des Hauses geschützt, doch auch hier hat der Dachstuhl etwas abbekommen und durch die Decken tropft unaufhörlich das Löschwasser.

Die Feuerwehr wurde um 3.21 Uhr in der Nacht alarmiert. Sie rückte mit dem 3. und 4. Zug aus. Zusätzlich kamen noch die Kaarßener, und die Bleckeder Wehr rückte mit ihrer Drehleiter an. Insgesamt waren 99 Feuerwehrleute vor Ort und löschten. Gegen 7 Uhr kam der Gerätewagen Logistik aus der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Scharnebeck. Da waren die nassen Schläuche schon wieder aufgerollt und wurden gegen trockene ausgetauscht. Bis auf die Haarer rückten alle anderen Wehren gegen 7.15 Uhr wieder ab. Die Brandursache wird von Spezialisten der Polizei ermittelt. Noch gibt es nur Vermutungen. In der Pressemitteilung der Polizei wird davon gesprochen, dass ein Blitzeinschlag nicht unwahrscheinlich ist. Ein Nachbar meinte allerdings, er sei gegen 2 Uhr kurz aufgestanden, da habe es in der Ferne nur ein Wetterleuchten am Himmel gegeben.

Nachbarn verfolgten den Einsatz der Feuerwehr und SVZ erfuhr, dass es an dieser Stelle nicht zum ersten Mal gebrannt hat. Jürgen Nahbein erinnert sich an die Erzählung seiner Mutter. Er sei im Herbst 1939 gerade ein halbes Jahr alt gewesen, da sei ein Blitz in das Haus eingeschlagen und das Haus sei niedergebrannt und an gleicher Stelle dann wieder aufgebaut worden.

Die beiden Bewohner erlitten glücklicherweise keine Verletzungen. Sie kamen zunächst bei Freunden in der Nähe unter und kamen später zurück, um noch einige persönliche Dinge aus dem Haus zu holen. Der sichtlich geschockte Mann redete kurz mit der Polizei und meinte gegenüber SVZ nur, er sei von einem Rumpeln wach geworden. „Ich habe an Einbrecher gedacht, aber es war schon ein erster Balken, der im Stallteil runter gekracht ist. Ich hab nur gedacht, nur schnell raus hier!“

Die Polizei schätzt den Sachschaden sehr hoch ein.

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