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Im Rausch der Sinne : Festival für alle Sinne im Ludwigsluster Park

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Künstler aus 15 Ländern begeistern beim Großen Fest 18 000 Besucher.

von
erstellt am 10.Aug.2014 | 16:52 Uhr

Die, die am Wochenende unter den 18 000 im Ludwigsluster Park waren, werden aus dem Schwärmen kaum herauskommen. Und diejenigen, die das Fest im Park verpasst haben, werden sich ärgern. Doch 9000 Besucher pro Abend sind schon aus logistischen Gründen das Maximum. Die Organisatoren der Festspiele tun gut daran, auch weiterhin der Versuchung zu widerstehen, die Zahl der Tickets zu erhöhen. Voll war es auch so schon und vor allem wieder schön entspannt. Der erfahrene Festbesucher kommt gern ein wenig früher und gut vorbereitet. So entgeht man dem Staus auf der Straße und am Eingang und man hat Zeit bei Riesenpicknick sich auf das Kommende einzustimmen.

Aus künstlerischer Sicht teilt sich dann das Lager der Besucher noch einmal. Die einen kommen gezielt und haben kein Problem damit sich schon mehr als eine Stunde vor eine der 26 Bühnen zu setzen, um ihren Favoriten zu erleben. In diesem Jahr gehörten z. B. Heinz Gröning als „King of Liedermaching“ und der sehr schlagfertige Sascha Korf dazu. Die anderen Besucher schätzen das Lwinenprinzip und lassen die Ereignisse in den etwas mehr als vier Stunden auf sich zurollen. Beide Gruppen können an einem Abend niemals alles sehen, was geboten wird. Dafür hat der künstlerische Leiter Harald Böhlmann zu viele Adressen hervoragender Künstler in seiner Datei.

Und so gibt es den Trend, dass etliche Besucher gezielt an zwei Tagen nach Ludwigslust kommen. Was die Kartenknappheit verschärft. Schon in diesem Jahr war in Sachen Andrang zwischen freitag und Sonnabend kein Unterschied auszumachen. Und das wird auch im kommenden Jahr nicht besser, wenn das Fest am 7. und 8. August stattfinden wird. Sich diesen Termin vorzumerken und beim Start des Kartenvorkaufs dabei zu sein, ist für Fans des Festivals Pflicht.

Denn der Begriff Fest im Park ist angesichts des Aufwandes, der nahezu reibungslosen Organisation doch untertrieben. „Ein Oktoberfest ohne Zelte“, „Einmal im Jahr muss man das erleben“ oder „Schade, dass es so etwas nicht öfter gibt“, sind nur einige Meinungen von Besuchern.

Natürlich trug das an beiden Tagen wirklich überragende Wetter ganz entscheiden zum Erfolg bai. Man mag sich nicht vorstellen, wenn all diese Darbietungen bei strömenden Regen hätten leiden müssen. Die Vorhersagen im Vorfeld hatten für den Sonnabend ja einiges befürchten lassen. Der Regen kam nicht, dafür noch einige Künstler, wie z. B. wirklich origienllen Darsteller von Jacke und Hose oder der lebendigen Tisch und Stuhl. Auch in diesem Jahr waren die so genannten Walk-Acts von besonderer Güte.

Trotz Andrang, trotz der an mancher Stelle unvermeidlichen Enge, das Publikum war unglaublich entspannt, geduldig und auch diszipliniert. Auch das gehört zu den Geheimnisse des Erfolg. Für die paar Stunden taucht man in eine andere Welt ein, kann an jeder Ecke mit wohl durchdachten Überraschungen und vor allem Künstlern von Weltklass rechnen. Und man ist durch die vielen kleinen Bühnen immer dabi, immer auf Augenhöhe und in Kontakt. Zusätzlich ist das Fest auch immer mehr zu einer kulinarischen Verwöhnzone geworden. Wer will kann sich immer eine Auszeit nehmen, nur wenige hetzen von Bühne zu Bühne. Und alle freuen sich schon auf 2015.

 

 

 

 

 

 



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