Tag der Deutschen Einheit in Darchau : „Fest hat eine gewisse Tradition“

Ein Besuchermagnet: Das Brückenfest in Darchau.
Ein Besuchermagnet: Das Brückenfest in Darchau.

Zum sechsten Mal wird am Tag der Deutschen Einheit am Fähranleger in Darchau gefeiert. Tausende Besucher aus der Region erwartet

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27. September 2017, 07:00 Uhr

„Entstanden ist das Fest aus dem Wunsch nach einer Brücke. Das darf man aber nicht mehr so eng sehen“, meint Holger Hogelücht vom Haus das Gastes, der dieses Jahr für das Bühnenprogramm beim Brückenfest am 3. Oktober zuständig ist. Denn auch wenn die lang ersehnte Brücke von Darchau über die Elbe in weite Ferne gerückt ist und die Pläne dazu momentan auf Eis liegen, soll gefeiert werden. Und das Fest ist ja auch eine Art symbolischer Brückenschlag. Mehrere tausend Menschen aus der Region, links- und rechtsseitig der Elbe, werden am Tag der Deutschen Einheit am Fähranleger erwartet. „Das Fest hat schon eine gewisse Tradition und einen gewissen Stellenwert“, so Hogelücht.

Vor Herausforderungen stehen die Organisatoren dennoch. „Das Spendenaufkommen für das Fest ist dieses Jahr eingebrochen. Wir müssen uns künftig um die Finanzierung Gedanken machen.“ Bisher sei die Feier durch Sponsoren und Standgebühren der Aussteller finanziert worden. Auch die Gemeinde habe Geld dafür eingeplant, das allerdings noch nicht angezapft werden musste. Bleibe es bei dem niedrigen Spendenaufkommen, werde sich das aber wohl ändern.

Bei der Organisation mussten dagegen schon jetzt neue Wege gegangen werden. Jörg Sohst vom Förderverein Brücken bauen e.V., der das Fest in den vergangenen Jahren vorbereitet hatte, gab altersbedingt die Verantwortung ab. „Wir haben uns daher in Gruppen aufgeteilt“, sagt dazu Holger Hogelücht. Er organisiere nun das Bühnenprogramm, das Haus des Gastes die Tombola und die Gemeinde und andere seien für den Platz zuständig. So z.B. das Technische Hilfswerk (THW), das sich darum kümmert, dass genügend Strom für die Aussteller vorhanden ist.

Und auch der Feuerwehr komme wieder eine wichtige Aufgabe zu. „In diesem Jahr übernimmt die Jugendfeuerwehr Dellien die Aufsicht über den Parkplatz“, erzählt Hogelücht. Kein leichtes Unterfangen bei dem erwarteten Besucheransturm. Um den Fahrzeugandrang abzumildern, habe man versucht auch auf der linken Seite der Elbe einen Parkplatz einzurichten. Allerdings habe Neu Darchau das Angebot abgelehnt.

Durch solche kleineren Rückschläge lassen sich die Organisatoren allerdings nicht verunsichern. Auch dieses Jahr sei es gelungen ein buntes Programm auf die Beine zu stellen. Das Highlight sei diesmal eine Schlittschuhbahn, die aus speziellen Kunststoffplatten besteht. „Die Bahn verbraucht keinen Strom und die Besucher können trotzdem auf eigenen Schlittschuhen ihre Runden drehen – oder sich welche ausleihen. Allerdings brauchen wir wirklich Manpower um sie aufzubauen.“ Daher wäre Holger Hogelücht sicher nicht traurig, wenn sich noch freiwillige Helfer melden würden. Das gilt auch für das Aufräumen nach dem Brückenfest. Wer mithelfen möchte, könne sich gerne beim Haus des Gastes unter 038841/20747 melden.

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