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Hagenower Kreisblatt

15. Dezember 2017 | 07:21 Uhr

Boizenburg : Fest für ein faires Miteinander

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Zum gelungenen Fairfriday 2.0 kamen am Nachmittag trotz Regen zahlreiche Kinder, Jugendliche und Familien

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2017 | 07:00 Uhr

„Ich wusste gar nicht, dass es so viele Kinder und Jugendliche in Boizenburg gibt“, meinte Christian Lempp scherzhaft, als er am Fairfriday über den Marktplatz ging. Trotz der immer wiederkehrenden Regenschauer war die zweite Auflage des Boizenburger Kultur- und Demokratiefestes sehr gut besucht. Etwa 800 Menschen waren da, schätzen die Veranstalter.

„Wir haben in der Vergangenheit zu wenig für unsere Kinder und Jugendlichen getan“, stellte Bügermeister Harald Jäschke in seiner Eröffnungsrede bei strömendem Regen kurz nach 16 Uhr fest. Ein guter Anfang sei schon die Gründung des Skateparks „Fairhafen“ gewesen, doch nun solle es für die jungen Boizenburger weitere Angebote geben.

Ein weiterer Schritt bei der Umsetzung dieses Plans war das Fest am Freitagnachmittag, welches im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ von „Fair_bock(t)“ gemeinsam mit der Stadt organisiert worden war. Die Kinder und Jugendlichen stürmten geradezu die Stände vor dem Rathaus, vor allem wenn sie die Möglichkeit hatten, selbst aktiv zu werden oder etwas zu gestalten.

„Das waren über 100 Beutel, die wird heute bedruckt haben“, erzählte Ricke vom Siebdruckstand. „Ich weiß gar nicht, wann wir drei das gemacht haben“, wunderte sie sich mit einen Blick auf ihre beiden unermüdlichen Helfer.

Die Organisatoren hatten sich zahlreiche Kooperationspartner gesucht, die zum Gelingen des Fairfriday beitrugen. Über den Marktplatz spazierten immer zahlreicher werdende Kinder, die fantasievoll von den Mitarbeiterinnen des Jugendfreizeithauses „Luna“ geschminkt worden waren. Michael Jahnke vom ehemaligen Jugendklub am Bahnhof behielt gute Nerven und Laune während des Andrangs an seinen Stand, bei dem selbst gestaltete Buttons hergestellt werden konnten.

Die Jugendlichen probierten sich eher beim vom Fairhafen betreuten Sprayen von Graffitis aus oder malten Bilder für die Aktion des Fliesenmuseums. Dessen Chef Christian Lempp und Doreen Scholz hatten dazu aufgerufen, Bilder mit einem Bezug zum Wasser zu zeichnen: „Mit etwas Glück ist diese Zeichnung bald als Teil eines Fliesen-Wandbildes auf der Boizenburger Hafenmole zu bewundern“, hieß es in dem Aufruf.

Die Jugendfeuerwehr Boizenburg war mit einem Stand auf dem Markplatz, bei dem man mit einem Feuerwehrschlauch Flaschen zielgenau von einem Brett spülen oder mit einem Spreizer einen gefüllter Wasserbecher heil von einem Platz zum anderen bewegen konnte. „Die Sieben hier von der Jugendfeuerwehr haben sich alle freiwillig gemeldet, als wir danach gefragt haben“, erzählte der stellvertretende Jugendwart Carsten Ruge.

Die Gruppe, die derzeit den ersten Projekttag „Schule ohne Rassismus“ an der Tarnowschule vorbereitet, war mit einem Waffelstand vertreten, dessen leckere Ergebnisse dazu führten, dass schon gegen 19 Uhr der Teig alle war. „Wir sind 25 Leute in der Vorbereitungsgruppe“, erklärte Schüler Daniel Rupp, der den Projekttag an der Tarnowschule initiiert hat.

„Fair-bock(t)“ selbst bot alkoholfreie Cocktails und Bratwürste an, die Willkommens-Initiative beteiligte sich mit einem Infostand, der IB war dabei, die Versorgungsbetriebe, die Trommelgruppe von Klopfer und die G-Breaker aus Lauenburg.

Zu dem hörenswerten Livekonzert der Bands „Scrap?!“ und „The TiPS“ kamen leider nicht allzu viele Zuhörer, wahrscheinlich wegen des Regens. Die Musiker letzterer Band aus Dortmund, die zuletzt spielten, behielten trotz des Wetters ihre gute Laune. „Wir finden solche Veranstaltungen wichtig“, meinte Gitarrist Pfaff nach dem Auftritt.

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