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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 19:35 Uhr

Strohkirchen : Faslam: Seit mehr als 135 Jahren

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Junggesellen aus Strohkirchen pflegen in jedem Jahr Ende Februar ihre Tradition / Kinderfasching und abendlicher Ball im Gemeindehaus

von
erstellt am 01.Mär.2017 | 12:00 Uhr

„Auf ein gutes Gelingen!“ So läutete Faslamsvater Danny Flöter das jährliche Fest der Junggesellen im Gemeindehaus Strohkirchen, den Faslam, ein.

Traditionell wurde Faslam durch die Mägde und Knechte der Bauern gefeiert, um die Wintergeister zu vertreiben. Dabei zogen sie mit viel Lärm von Hof zu Hof, um den Winter zu vergraulen. Mit „erschnorrten“ Getränken und Speisen zelebrierten sie im Anschluss stets ein großes Fest.

Heute besteht diese Tradition in Strohkirchen mit leichten Abwandlungen immer noch. So trafen sich die ledigen Männer der Gemeinde um 8 Uhr im Gemeindezentrum, um sich auf den bevorstehenden Umzug vorzubereiten. Dieses Jahr begrüßten sie insgesamt sechs Musiker aus der Region, die den zünftigen Marsch durch das Dorf mit toller Blasmusik begleiteten und sich eigens für dieses Ereignis immer wieder zusammenfinden. An jeder Tür gab es ein kleines Ständchen und im Gegenzug viel erschnorrte Speisen und Getränke sowie den einen oder anderen Euro.

Nach dem Umzug kehrten die erschöpften und hungrigen Junggesellen in das Gemeindehaus zum gemeinsamen Eierbraten ein. Anschließend wurde am frühen Nachmittag durch den Faslamsvorstand der Kinderfasching eröffnet. Dieser wurde durch Lea Kunrede und Anne-Sophie Domin hervorragend gestaltet und begleitet.

Abends war dann der Höhepunkt des Tages angesagt. Gegen 20 Uhr konnte Danny Flöter den Eröffnungstanz durchführen und den Faslamsball, das große traditionelle Fest, im vollen Saal eröffnen. Dabei gab es viel Tanz und Frohsinn und einen überraschenden Besuch durch zwei nahezu perfekte Doubles von Nick P. und DJ Ötzi. Abgerundet wurde der Abend durch eine sportlich-reizende Tanzeinlage der Strohkirchner Junggesellen.
Es war ein ausgelassenes Fest, das sich nahtlos in die mehr als 135-jährige Geschichte des örtlichen Faslams in Strohkirchen einordnet. Möglich war dies nicht zuletzt durch den enormen Zusammenhalt des Dorfes und vieler tatkräftiger Hände. So dankte der Faslamsvater in seiner Festansprache nicht nur allen Beteiligten von ganzem Herzen für die wunderbare Unterstützung, sondern überbrachte der Gemeinde Strohkirchen eine unerwartete Spende der Junggesellen. Diese stellte sich in Form von zahlreichen neuen Gläsern und Utensilien für das Dorfgemeinschaftshaus dar und soll zukünftig allen Gästen in Strohkirchen zur Verfügung stehen.

Bis früh in die Morgenstunden konnte bei toller Musik getanzt, gelacht und gefeiert werden. Der Grundstein für die nächsten traditionellen Faslamsfeiern wurde so gelegt. Denn dieses Fest war, wie morgens durch Danny Flöter beschworen, auf jeden Fall gelungen.


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