Wittenburg : Familie ist für ihn „unbezahlbar“

Horst Oberhack ist Pächter des Landgasthofes „Zur Mühle“ in Wittenburg. Außerdem engagiert er sich im Förderkreis Mühle Wittenburg e.V., um das technische Denkmal zu bewahren.
Horst Oberhack ist Pächter des Landgasthofes „Zur Mühle“ in Wittenburg. Außerdem engagiert er sich im Förderkreis Mühle Wittenburg e.V., um das technische Denkmal zu bewahren.

Horst Oberhack erinnert sich noch an interessantes Gespräch mit Ex-Kanzler Helmut Schmidt und würde gern ans Mittelmeer reisen

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10. Februar 2018, 05:00 Uhr

Wer über den Landgasthof „Zur Mühle“ spricht, kommt an Horst Oberhack und seiner weißen Schürze nicht vorbei. Seit Ende 1998 ist der gebürtige Bernburger Pächter der Lokalität. Er habe drei Jahre Koch gelernt und ebenso viele Jahre Gastronomie in Leipzig studiert. Dort, wo damals die gastronomische Elite der DDR ausgebildet worden sei, betont der seit 1998 in der Mühlenstadt Beheimatete. Später sei er an der Ostsee gelandet, habe in Prerow jemanden kennengelernt, der das Hotel Erbprinz in Ludwigslust gekauft habe und eine Hotelgruppe etablieren wollte, verrät der Gastronom im Interview mit SVZ-Redakteur Thorsten Meier. Als der ihm die beliebten Fragen zum Wochenende beantwortet, erzählt er unter anderem von seinem beruflichen Lebensweg und dem Kreisbauernverband Ludwigslust, der ihn schließlich angerufen habe, weil man für Wittenburg einen Pächter gesucht habe. Oberhack ist verheiratet und hat zwei Kinder, die sich ebenfalls ihre Brötchen in der Gastronomie verdienen. Außerdem engagiert er sich im Förderkreis Mühle Wittenburg e.V., um das technische Denkmal auch für kommende Generationen zu bewahren.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Nimm dir 120 Prozent vor, damit 98 Prozent gelingen. Denn das Leben hat immer seinen eigenen Plan.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Bei meinem Vater, der bei uns Zuhause an der Saale die Ernteversorgung für Bauern organisiert hatte. Ich habe auf dem Feld mit ihm zusammen essen verkauft.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Modelleisenbahn-Zubehör.

Was stört Sie an anderen?
Egoismus und Falschheit.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?
Gesundheit und Familie, beides ist sehr wichtig und unbezahlbar.

Was treiben Sie in Ihrer Freizeit?

Ich habe nicht viel Freizeit. Aber vormittags lese ich immer die SVZ.

Sind Sie eher ein Kopf- oder ein Bauchmensch?
Der Bauch wird gefragt und der Kopf entscheidet.

Welchen Wunsch wollen Sie sich noch erfüllen?
Eine Reise ins Mittelmeer.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ich habe schon in meinem Leben viele tolle Menschen und Gesprächspartner getroffen. Beispielsweise Lotti und Helmut Schmidt. Das war eine sehr angenehme, etwa einstündige Begegnung in Prerow. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler konnte sehr gut zuhören und noch besser erklären. Und noch mal irgendwen zu treffen, habe ich in meinem Alter keinen Bedarf mehr.

Was essen Sie am liebsten?
Ein Steak Medium, mindestens 250 Gramm muss es aber haben.

Was würden Sie mit einem Lottogewinn anstellen?
Ich würde den Landgasthof kaufen, wenn das möglich wäre und schließlich einen Teil des Geldes dort reinstecken.

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