Verfolgungsjagd Hagenow : Fahrer unter Drogen - Kehrtwende mitten auf A24

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Eine filmreife Verfolgungsjagd auf der A24 endet am Mittag mit einem Unfall mitten in Hagenow. Der Verdächtige sitzt.

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04. Dezember 2014, 13:18 Uhr

Ein 25-Jähriger hat sich heute Mittag in der Region eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Nach Unfall mit Flucht in Hagenows Langer Straße floh er zu Fuß, wurde aber geschnappt. Augenscheinlich, so die Polizei, stand der Mann unter Drogen.

Es begann in Rastow, als eine Lieferantin einer dort ansässigen Gaststätte mit ihrem Lieferwagen anhielt und den Schlüssel stecken ließ. Als sie wieder kam, saß der 25-Jährige schon hinterm Steuer und fuhr los, obwohl die Frau einsteigen wollte. Von dort jagte er auf die Autobahn in Richtung Hagenow. In Bandenitz, wo er abfuhr, stieß er zufällig auf eine Streife der Autobahnpolizei und fuhr wieder auf die A 24.

Die Polizei jagte sofort hinterher und stellten das flüchtige Fahrzeug nach 500 Metern. Doch plötzlich wendete der Mann auf der Autobahn und fuhr in den Gegenverkehr zurück zur Anschlussstelle. Dabei schlängelte er sich zwischen zwei entgegenkommenden Lkw hindurch. Nicht nur die Autobahnpolizisten machten in dem Moment die Augen zu, weil sie den Unfall als unvermeidlich ansahen.

Weiter ging die Jagd mit hoher Geschwindigkeit auf der B 321 Richtung Hagenow, jetzt auch mit Beteiligung des Hagenower Revieres.

Nach rund 10 Kilometern Flucht verlor der 25-Jährige in Hagenow die Kontrolle über sein Fahrzeug stieß an der Kreuzung Schweriner Straße/Teichstraße mit einem parkenden Auto zusammen. Bei seiner anschließenden Flucht zu Fuß konnte er wenig später gestellt werden. Wie sich herausstellte, hatte der Mann keinen Führerschein. Darüber hinaus fand die Polizei bei ihm geringe Mengen Rauschgift. Die Beamten vermuten, dass der Mann unter dem Einfluss von Drogen gestanden hat. Da er einen Vortest ablehnte, wird nun eine Blutprobenentnahme veranlasst.

Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den Beschuldigten nun wegen räuberischen Diebstahls, Gefährdung des Straßenverkehrs, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Seine Vernehmung steht noch aus, auf dem Revier leistete der Mann inzwischen auch noch Widerstand gegen die Staatsgewalt: Er griff die Beamten an, dabei ging mindestens eine Brille kaputt.

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