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Hagenower Kreisblatt

26. September 2017 | 12:41 Uhr

Fahrer starb im Trümmerfeld

vom

svz.de von
erstellt am 19.Nov.2011 | 11:52 Uhr

Ludwigslust/Hagenow | Ein polnischer Staatsbürger starb gestern früh kurz nach 6 Uhr noch am Unglücksort auf der Bundesautobahn 24 an den Folgen einer Kollision dreier Fahrzeuge. Dabei wurden drei weitere Personen verletzt. Das A 24-Teilstück zwischen den Anschlussstellen Ludwigslust und Hagenow in Richtung Hamburg war bis gegen 11 Uhr gesperrt, der Verkehrsfluss wurde über die Bundesstraße 106 abgeleitet, wobei ein bis zu acht Kilometer langer Rückstau entstand. Wenige Stunden später krachte es erneut auf der A24 in Höhe Sukow. Auch dort gab es für einen Verunglückten keine Rettung mehr.

Die an den Unglücksort geeilte Autobahnpolizei fand gegen 6.15 Uhr an der Anschlussstelle Ludwigslust in Fahrtrichtung Hamburg in einem Trümmerfeld drei schwer beschädigte Autos vor. Dann liefen die Absperr- und Rettungsarbeiten an, der Verkehr staute sich.

Die Beamten gehen davon aus, dass der Fahrer eines Ford beim Auffahren auf die Autobahn mit einem nachfolgenden Pkw-Honda zusammengestoßen ist. Ein drittes Fahrzeug, ein Mercedes soll dann in die Unfallstelle hineingefahren sein. Das Leben des polnischen Honda-Fahrers konnten die Rettungskräfte nicht mehr retten. Die Polizei hat zur Klärung der Unfallursache einen technischen Sachverständigen hinzugezogen.

Zur Rettung wurden ein Notarzt und RTW-Besatzungen sowie Einsatzkräfte der Ludwigsluster Feuerwehr angefordert. Einsatzleiter und Wehrführer Sebastian Meier benötigte mit den Besatzungen vom Rüstwagen, Löschgruppenfahrzeug und Einsatzleitfahrzeug gute zehn Minuten. "Eine lange Zeit für die 13 Kameraden", befand der Oberlöschmeister im Rückblick. "Einsätze auf der Autobahn treiben den Adreanlinpegel immer besonders in die Höhe, weil wir immer mit dem Schlimmsten rechnen." Auch den erfahrenen Einsatzleiter steckten die Bilder von der Unfallstelle noch in den Gliedern: "Diesmal musste tatsächlich alles Schlag auf Schlag passieren. Der Notarzt versorgte ein Unfallopfer noch in dessen Wrack intensiv medizinisch. Wir hatten zuvor die Fahrertür mit unserer Technik geöffnet, Zugang geschaffen, damit der Notarzt arbeiten konnte." Der Lebensfaden des Verunglückten hing da bereits am seidenen Faden. Die Retter entschieden sich für die so genannte Crash-Rettung, damit die letzte Überlebenschance für das Opfer noch gewahrt werden konnte. Alle Mühe der Lebensretter wurde dann doch nicht belohnt. Die Feuerwehrkameraden räumten die Unglücksstelle frei.

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