Zugunglück Schwanheide : Es war wohl doch ein Unglück

Während der Evakuierung der Fahrgäste des Intercity-Zuges.
Während der Evakuierung der Fahrgäste des Intercity-Zuges.

Nach dem Unfall von Schwanheide evakuierte Feuerwehr den Zug

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30. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Ein am Donnerstagnachmittag in Schwanheide von einem Schnellzug erfasster Mann ist noch nicht identifiziert. Der Mann ist am Donnerstag gegen 15.50 Uhr von einem mit über 350 Reisenden besetzten Intercity erfasst worden, der von Hamburg nach Rostock unterwegs war. Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Mann die Gleisanlage im Bereich des Bahnhofes zu Fuß überquert, als es zum folgenschweren Zusammenstoß kam. Die Polizei geht derzeit von einem Unglücksfall aus, offenbar wollte der Mann einen Zug auf dem anderen Gleis erreichen. Die Leiche des Mannes wurde am Abend zur Rechtsmedizin gebracht.


Darüber hinaus suchte die Polizei am Freitag bei Tageslicht die Unglücksstelle nochmals nach möglichen Hinweisen und verwertbaren Spuren ab. Parallel dazu laufen die kriminalpolizeilichen Maßnahmen zur Identifizierung des Toten. Eine auf diesem Vorfall zutreffende Vermisstenanzeige liegt der Polizei bislang noch nicht vor. Die Polizei arbeitet derzeit an der Aufklärung des Vorfalls und bittet diesbezüglich um Zeugenhinweise.

Für die Feuerwehren der Region geriet der Donnerstag Abend zu einem Großeinsatz. Beteiligt waren gut 40 Kameraden der Wehren aus Schwanheide, Gresse, Nostorf und Greven. Zusätzlich waren auch noch die Hagenower alarmiert worden, die über eine Spezialausrüstung für Zugunglücke verfügen. Die Kameraden mussten vor allem die Reisenden aus dem Zug bringen, der auf freier Strecke stand, unter ihnen waren auch zwei Rollstuhlfahrer. Die Reisenden wurden auf einige Busse verteilt, viele Betroffene fanden die Aktion belastend.

Kreiswehrführer Uwe Pulss bedankte sich noch vor Ort bei seinen Kameraden für den gewiss nicht einfachen Einsatz an diesem Abend.

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