Es gibt keine einfache Lösung

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09. November 2010, 07:21 Uhr

Man hätte es wissen können, wenn den Fachleuten Gehör geschenkt worden wäre. Doch die seit gestern lückenhaft verhängten Sperrungen sind von Politikern verhängt worden. Vor allem in Schleswig-Holstein haben einige den Mund sehr voll genommen und standen unter Zugzwang. Das eine Land fing wider besseren Rates an mit den Sperrungen, jetzt zogen die anderen nach, und eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Denn ein wichtiger Spieler, auf den alle insgeheim gebaut hatten, der spielte nicht mit, die Polizei. Die hielt sich auffällig und mit gutem Recht zurück. Denn den Mautpreller, der schon am Kennzeichen oder der Fracht erkennbar wäre, den gibt es nicht. Und so müsste die Polizei jeden Lkw kontrollieren, sich die Frachtpapiere ansehen, um dann vielleicht ein Bußgeld von 15 oder 20 Euro zu verhängen. Darüber werden die Spediteure nur müde lächeln, denn die Maut auf der Autobahn wäre viel höher.

Was also tun auf der B 5? Vielleicht dient das politische Durcheinander ja dazu, dass sich die beteiligten Bundesländer noch mal an einen Tisch setzen und neu beraten, bevor Klagen der Speditionsindustrie die auf wackligen Füßen stehenden Sperrungen wieder wegfegen. Langfristig gibt es eh nur ein Ziel: Macht die Autobahnen so attraktiv, dass die Lkw-Fahrer dort gerne rollen.

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