zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

20. Oktober 2017 | 09:24 Uhr

Pritzier : Es geht um Freundschaft und Natur

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Förderverein veranstaltet sechsten Jugendaustausch

svz.de von
erstellt am 11.Aug.2017 | 12:00 Uhr

„Ich muss nur eben mal umrühren, sonst brennt mir der Kesselgulasch an“, meint Marko Kubitza gestern Mittag auf dem Hof der Kita in Pritzier. Der Veranstalter des Jugendaustauschs zwischen dem Amt Hagenow–Land und der polnischen Großgemeinde Domaniow hat ein Feuer angezündet, darüber hängt an einem Dreibein ein gusseiserner Suppentopf. „Wir haben vorhin mit den Jugendlichen alles vorbereitet. Jetzt dauert es noch gut eine Stunde bis das Essen fertig ist.“

Insgesamt 30 Jugendliche sind für eine Woche in Pritzier zusammengekommen. Der Austausch findet bereits zum sechsten Mal statt und geht auf eine lange Tradition zurück. „Die Freundschaft zur polnischen Gemeinde Domaniow existiert schon seit 50 Jahren“, erzählt Kubitza. „Früher haben sich Arbeiter gegenseitig besucht. Mit den Älteren klappt das heutzutage aber nicht mehr. 2011 haben wir dann mit dem Jugendaustausch angefangen.“

Die Teilnehmer des Jugendtreffens in Pritzier.
Die Teilnehmer des Jugendtreffens in Pritzier. Foto: Robert Lehmann
 

Maßgeblich beteiligt ist daran der Förderverein Pritzier e.V., die beiden Gemeinden und das Deutsch–Polnische–Jugendwerk. Bei dem Treffen der 12 bis 16–Jährigen geht es zum einen darum die Freundschaft zu pflegen, zum anderen aber auch um den Jugendlichen einen nachhaltigen Umgang mit der Natur zu zeigen. „Unser Schwerpunkt ist das Wasser“, so Kubitza. „Darauf haben wir das ganze Treffen und den Wochenplan abgestimmt. Wir waren schon in Wittenburg bei der Umweltbildungsstätte H2Ohr und im Alpincenter, Schnee ist ja auch gefrorenes Wasser. Außerdem soll es den Jugendlichen Spaß machen. Und an die Ostsee wollen wir natürlich auch noch.“ Dann muss Kubitza allerdings wieder den Gulasch umrühren.

Neben dem Feuer steht Ede Kahl und begutachtet Brote in ihrem Lehmbackofen. „Den Teig haben wir vorhin selbst gemacht. Zum Backen gehört auch Wasser“, so die Naturerlebnispädagogin. Die Jugendlichen können es unterdessen kaum noch abwarten bis das Brot fertig ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen