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Brandschutzbedarfsplanung : Es geht um die Zukunft der Wehren

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bis 2019 haben Gemeinden Zeit, ihre Brandschutzbedarfe zu planen Amtswehrführer Uwe Pulss empfiehlt Vergabe an Planungsbüro

von
erstellt am 10.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Wie sind die Feuerwehren der Region für die Zukunft aufgestellt? Haben sie genügend Mittel, Kräfte und Ressourcen, um auch in Zukunft die öffentliche Aufgabe des Brandschutzes erfüllen zu können und somit für die Sicherheit der Bürger zu sorgen?

In vielen Gemeinden befassen sich die politischen Vertretungen derzeit mit der so genannten Brandschutzbedarfsplanung. Der Gesetzgeber, das Land, sieht vor, dass die Planungen bis zum Frühjahr 2019 stehen sollen.

So fassten die Bürgermeister der Gemeinden des Amtsbereiches Hagenow Land auf der jüngsten Amtsausschusssitzung dazu einen Beschluss, entsprechende finanzielle Mittel in den Nachtragshaushalt aufzunehmen. Die Planungen werden extern ausgeschrieben. Angesprochen werden mit den Ausschreibungen spezielle Ingenieurbüros, die so eine Planung vornehmen können. Im Amt gibt es zudem eine Arbeitsgruppe, die den gesamten Prozess begleiten wird.

Wie Janine Schaldach vom Amt Hagenow Land im SVZ-Gespräch sagte, gehe es dabei vor allem darum, zunächst den Ist-Stand zu erfassen. Davon abgeleitet soll ermittelt werden, ob die Kommunen und Wehren den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Und wenn nicht, sollten Schlussfolgerungen erfolgen. Dabei geht es also um die technische Ausrüstung der Wehren, um ihre Gebäude, und darum, wie es um die Mannschaften bestellt ist, wie der Qualifizierungsstand der Kameraden ist und welche Spezialisierungen sie haben? Weitere Kriterien sind Firmen im Einsatzgebiet, wichtige Straßen und die Wohnbebauung? Das alles sei im Einsatzfall relevant. Und all diese Fragen sind dann insbesondere im Verbund mit den Nachbargemeinden und Nachbarwehren zu bewerten.

Nach den Worten von Verwaltungschef Alfred Matzmohr geht es zunächst in der ersten Phase der Planung darum, alle Informationen, die im Amt und in den Gemeinden vorliegen, auf den Tisch zu legen. Wenn alle Gemeinden des Amtes Hagenow Land ihre Beschlüsse dazu gefasst haben, soll Ende Oktober die öffentliche Ausschreibung erfolgen. Möglicherweise kann dann schon zum Jahresende im Amtsausschuss eine Vergabe an ein Planungsbüro erfolgen. Das Amt Hagenow Land ist in dieser Frage übrigens gut aufgestellt.

Amtsvorsteher Dieter Quast, Bürgermeister der Gemeinde Moraas, ist als ehemaliger Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes sicherlich in der Lage, die eine oder andere Einschätzung ins richtige Verhältnis zu stellen.

Aus dem Amt Zarrentin heißt es zur Vorbereitung der Planung, dass der Amtsausschuss mit der Sitzung vom 19. September dem Projekt „Brandschutzkonzept, Brandschutzbedarfsplanung“ seine allgemeine Zustimmung gab.

„Es wird nun zur Erstellung des Konzeptes das Auftragsvergabeverfahren an ein externes Ingenieurbüro vorbereitet, das auf der Sitzung des Amtsausschusses im November beschlossen werden soll. Hierbei ist beabsichtigt, eine Brandschutzbedarfsplanung des Amtes Zarrentin für die Gemeinden Kogel, Gallin, Lüttow-Valluhn, Vellahn und die Stadt Zarrentin zur erstellen, welche überdies das angrenzende Bundesland Schleswig-Holstein und die angrenzenden, nicht amtsangehörigen Gemeinden betrachtet“, ist von Stephanie Schilling vom Fachamt Bau und Regionalentwicklung des Amtes Zarrentin auf SVZ-Nachfrage zu erfahren. Auch hier steht die Frist für das Einreichen des Konzeptes bis zum 30. Mai 2019 fest.

Amtswehrführer Uwe Pulss kann allen Gemeinden nur empfehlen, die Planungen extern zu vergeben. „Der Gesetzgeber hat klar geregelt, dass eine derartige Planung von den Gemeinden aufzustellen ist. Als Kreiswehrführer kann ich den Gemeinden nur empfehlen, einen Brandschutzingenieur zu beauftragen, die Planung extern auszuarbeiten. Ich weiß, dass viele Gemeinden sich auf diese Aufgabe vorbereiten und auf gutem Wege sind“, macht Kreiswehrführer Uwe Pulss deutlich.

Zielstellung sei es, dass jede Gemeinde am Ende ihre eigene Bedarfsplanung beschließt.

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