Hagenow : Erster Tag im Chefsessel

Thomas Möller tritt sein Amt unter sehr schwierigen Vorzeichen an. Das betrifft vor allem die finanzielle Lage der Stadt.
Thomas Möller tritt sein Amt unter sehr schwierigen Vorzeichen an. Das betrifft vor allem die finanzielle Lage der Stadt.

Ruhiger Beginn für Thomas Möller im Rathaus. Bürgermeister startet sein Amt unter schwierigen finanziellen Vorzeichen

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03. November 2015, 08:59 Uhr

Unaufgeregt, leise und kurz nach 8 Uhr hat Hagenows Bürgermeister Thomas Möller gestern seinen vom Wähler bestimmten Posten im Hagenower Rathaus angetreten. Gleich zu Beginn übergab ihm Erik Hoffmann, der erste stellvertretende Bürgermeister das offizielle Siegel und die Schlüssel für das Rathaus. Mit dabei war auch der Stadtchronist Kuno Karls, der diesen Moment für die Nachwelt festhielt.

Und am späten Vormittag hatte der Neue im Amt schon jede Menge Papier auf seinem Schreibtisch. Sein elektronischer Kalender kennt für die kommenden Wochen schon jetzt nur noch wenige freie Stellen. „Auch die werden sich in den kommenden Tagen sicher schnell füllen.“

Zur Antrittsrede vor der Belegschaft kam es gestern noch nicht, das soll heute auf einer kurzen Personalversammlung nachgeholt werden. Das werde eine ganz normale Vorstellung, erklärte Möller gestern im Gespräch mit der SVZ.

Auch wenn der Kandidat der Linken erst seit gestern offiziell im Amt ist, so ist er schon seit Wochen de facto im Job. Ob beim Städte- und Gemeindetag oder bei langen Gesprächen mit einigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung oder als Gast bei den jüngsten Einwohnerversammlungen in den Hagenower Ortsteilen, Möller versucht sich ein Bild von der Lage und der Stimmung zu machen. „Ich werden auch in den kommenden Wochen sehr viel zuhören und wie ein Schwamm alles aufsaugen“, versprach Möller. Vor allem von außen habe es in den Wochen nach seinem Wahlsieg schon den einen oder anderen Versuch der Beeinflussung gegeben. „So nach dem Motto, kümmere dich mal um das Thema oder pass mal auf den da auf. Das halte ich aber für völlig normal. Innerhalb der Verwaltung gab es das im übrigen nicht.“

Möller tritt sein Amt unter sehr schwierigen Vorzeichen an. Das betrifft vor allem die finanzielle Lage der Stadt. „Das ist nicht witzig, wir stecken nicht zuletzt durch die anstehenden Rückzahlungen bei der Gewerbesteuer mitten in der Konsolidierung.“ Die ersten Verhandlungen im Finanzausschuss für den kommenden Haushalt stünden an, diese Planungen hätte sich Möller früher gewünscht. Er macht auch keinen Hehl daraus, dass er sich für die Zukunft einen Doppelhaushalt wünscht. Das lasse sich aber frühestens Ende 2016 umsetzen.

Bereits Realität war gestern die versprochene offene Tür im Rathaus. Fest eingeplant sind für das Frühjahr Einwohnerversammlungen in den Ortsteilen. Für die Bürgermeistersprechstunden soll es noch eine terminliche Regelung geben. Klar ist auch, dass sich der Internetauftritt der Stadt gewaltig ändern soll. Für Möller ist auch klar, dass Hagenow sehr schnell über eine facebook-Seite verfügen soll. Wie eng die Allianz unter Berufskollegen ist, das hat Bürgermeister Thomas Möller gestern auch erfahren. Einige Kollegen aus der Region kamen am Nachmittag noch vorbei, um alles Gute zu wünschen.

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