zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

13. Dezember 2017 | 00:39 Uhr

Erster Halt: Bürgermeister-Einstand

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

In Nostorf gab es am vergangenen Wochenende nicht nur das Kartoffelfest / Auch der Ernteumzug setzte Maßstäbe

von
erstellt am 22.Sep.2014 | 11:14 Uhr

Kartoffelfest hin oder her, am Tag zuvor war in Nostorf das Erntefest an der Reihe. Und das konnte sich nicht nur wegen der Menge der Wagen sehen lassen. Nach stundenlanger Fahrt, die von der Feuerwehr vorbildlich abgesichert wurde, kamen 23 Gefährte auf das Festgelände in Rensdorf gefahren. Da war alles dabei: Vom Riesentraktor modernster Bauart, über den kleinen Rasentraktor, den Lanz Bulldog, ein Trabi war dabei, ein Auto, dessen Anhänger voller Mopeds aus DDR-Zeiten war und eine Pferdekutsche. Der Langsamste bestimmte das Tempo und so zog sich der Umzug dann schon eine Weile hin, bis der Zwischenstopp in Horst erreicht war. Auf dem dortigen Platz direkt an der B 5 wurde Rast eingelegt, es folgte die große Stunde des Neu-Bürgermeisters Dirk Spiewok. Der gab in dieser Runde seinen Bürgermeisterschnaps aus, für die Kinder in dem Umzug gab es ein paar Süßigkeiten. Ein Angebot, das gerne angenommen wurde.

Spiewok selbst kam an diesem Tag aus dem Strahlen nicht heraus. „Ist schon schön, wieviele hier mitmachen und wie gut die Stimmung ist“, freute er sich über die Beteiligung. Während der Rast kamen auch einige Besucher von der nahe Flüchtlingsaufnahmestelle herüber, um sich den merkwürdigen deutschen Umzug einmal näher ansehen wollte. Dieser Umzug, auch das sei im 25. Jahr des Mauerfalls erwähnt, machte seine Rast an historischer Stätte, im Schatten der einstigen Grenzübergangsstelle, an die heute so gar nichts mehr erinnert. Vor 25. Jahren wäre kein Erntewagen auch nur in die Nähe der damaligen Fernverkehrsstraße 5 gekommen.Der frühere Nachteil, direkt an der Grenze zu liegen, hat sich durch die direkte Nachbarschaft zu Schleswig Holstein längst zu einem Vorteil gewandelt. Dieser Wohlstand wird auch bei so einem Erntefest gezeigt. Denn trotz der vielen Pendler ist der enge Zusammenhalt in den Dörfern am einstigen Grenzzaun geblieben und in den vergangenen Jahren sogar gewachsen. Nicht umsonst wurden nach dem Umzug gleich achte Erntekronen in das Festzelt getragen und feierlich hochgezogen. Nur das vom Bürgermeister gewünschte Mecklenburglied, das konnte der DJ nicht liefern. das kommt dann 2015.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen