Lüneburg : Erster bestätigter Corona-Fall

Landkreis Lüneburg gibt Infektion bekannt – Betroffene Person wird isoliert

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12. März 2020, 05:00 Uhr

Im Landkreis Lüneburg ist der erste positive Fall der neuartigen Corona-Infektion bestätigt worden: Bei einer Person wurde das Virus nachgewiesen, sie ist derzeit häuslich isoliert, gab die Verwaltung bekannt. „Der betroffenen Person geht es gut, der Krankheitsverlauf ist wie bei den meisten Fällen auch sehr milde“, erklärte Landrat Jens Böther gestern. Alle Menschen, die engeren Kontakt zu der Person hatten, seien ermittelt und auf den Erreger getestet worden. Auch sie befänden sich in häuslicher Quarantäne.

Die erkrankte Person hatte sich zuvor in Italien aufgehalten und nach der Rückkehr erste Krankheitssymptome festgestellt. „Das anschließende Vorgehen war vorbildlich“, so Yvonne Hobro, Leiterin des Fachbereichs Soziales. „Die Person hat sich direkt an das Bürgertelefon gewandt und auf Veranlassung einen Abstrich machen lassen.“ Während der Quarantäne stehe das Gesundheitsamt täglich mit dem Patienten in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu prüfen. Weitere Schritte würden je nach aktueller Lage entschieden.

Umfassende Informationen zum Corona-Virus hat der Landkreis Lüneburg auf seiner Seite www.landkreis-lueneburg.de zusammengefasst. Außerdem ist ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Mitarbeitenden sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 04131/261000 zu erreichen.

Zusätzlich ist seit gestern auch ein Diagnosezentrum für Corona-Fälle in Lüneburg in Betrieb, das vom Landkreis gemeinsam mit dem Klinikum Lüneburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen eingerichtet wurde. Dort werden ab sofort bei Menschen mit Corona-Verdacht Abstriche genommen. „Wir freuen uns, dass wir das Diagnosezentrum auf dem Gelände des Klinikums in kürzester Zeit aufbauen konnten“, sagte Landrat Jens Böther. Gleichzeitig betonte er aber auch: „Das Diagnosezentrum ist ausschließlich für die Menschen Anlaufstelle, die nach Rücksprache am Bürgertelefon dorthin überwiesen wurden.“

Heißt: Nur Menschen bei denen sich der Verdacht erhärtet, werden zur Entnahme einer Probe durch einen Arzt an das Diagnosezentrum überwiesen. Dieses ist in einem vom restlichen Klinikum abgetrennten Anbau untergebracht. Durch das Zentrum sollen vor allem niedergelassene Ärzte entlastet werden. Besetzt ist es innerhalb der Woche vormittags.

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