Kurse in Boizenburg : Erste Hilfe für Baby und Hund

Körpereinsatz der  ASB-Mitarbeiter beim Demonstrieren der richtigen Technik für die Erstversorgung bei Mensch und Tier.
Körpereinsatz der ASB-Mitarbeiter beim Demonstrieren der richtigen Technik für die Erstversorgung bei Mensch und Tier.

ASB-Ortsverband in Boizenburg bietet Kurse Baby-Samariter an.

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16. März 2018, 12:00 Uhr

„Kinder und Hunde berühren jeden Menschen.“ So ähnlich könnten die Gedanken beim ASB-Ortsverband in Boizenburg gewesen sein, als die Kurse „Baby-Samariter“ und „Erste Hilfe am Hund“ installiert wurden. Der Hintergrund war allerdings viel ernsterer Natur. „Die Leute haben generell Angst, Erste Hilfe zu leisten, und gerade bei Müttern oder Vätern mit kleinen Kindern ist die Unsicherheit noch viel größer“, so Barbara Runde, die somit schon indirekt den Grund nennt, weshalb der ASB in Boizenburg seit Beginn dieses Jahres den Kurs „Baby-Samariter“ anbietet.

Hierbei kommen die Ausbilder auf Wunsch von Eltern oder Interessenten in das private Umfeld, um direkt vor Ort und im Vertrauen Probleme und Sorgen entgegenzunehmen und Lösungen aufzuzeigen. „In dieser ungezwungenen Atmosphäre muss einem nichts peinlich sein und bestimmte Szenarien werden einfach direkt angesprochen und wir können helfen“, berichtet ASB-Mitarbeiter Dominik Schwab über den Ablauf dieser Kurse. Denn eines ist für ihn und seine Kollegen sicher: „Bei einem Unfall ist nichts schlimmer, als überhaupt keine Hilfe zu leisten.“

Ausbildungsleiterin Runde spricht dabei aus Erfahrung. Hat sie doch bei einem Einsatz selbst erleben müssen, dass nur das beherzte Eingreifen der Eltern noch vor dem Eintreffen der Retter das Leben eines Kindes gerettet hat. Dabei umfasst der Kurs nicht nur Maßnahmen, wie die Herz-Druck-Massage oder die Mund-zu-Mund Beatmung beim Kind. Die Ausbilder machen auch auf alte Hausmittel wie zum Beispiel Wadenwickel bei Fieber aufmerksam. „Es muss nicht immer gleich das Antibiotikum sein“, so Runde. Ihr Kollege Tom Litwischkin geht sogar noch weiter: „Wir wollen mit diesem Kurs eine gewisse Prevention gegen die Entwicklung betreiben, dass sich viele im Internet über Sachen informieren, die dort falsch stehen.“

Will der ASB in dieser Hinsicht einem Trend entgegenwirken, erkannte er auf der anderen Seite auch einen. „Viele Menschen habe Hunde und wollen auch dort helfen, wenn dem Tier ein Unfall passiert ist“, schildert Runde den Anlass für den zweiten Kurs, der erst seit Kürzerem angeboten wird. Unter tierärztlicher Anleitung wurden die ASB-Mitarbeiter in der Ersten Hilfe für Hunde geschult. Dieses Wissen wollen die neun Ausbilder in Boizenburg gerne weitergeben. Die Beatmung und das richtige Anlegen der Verbände wird dabei an Hunde-Dummies geübt. „Eine wichtige Maßnahme, sind doch auf dem Land die Wege zum Tierarzt ja manchmal weit“, wie Litwischkin anmerkt. „Es war zunächst schon eine Umstellung. Wir sind ja auf die Hilfe am Menschen ausgerichtet“, gibt Runde zu. Sie ist sich aber auch sicher: „Wir können auch hier etwas für den Menschen tun. Denn wenn das Tier im Notfall gut versorgt ist, wird es auch dem Halter besser gehen.“

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