Boizenburg : Erneut Busunfall am Bahnhof

An Bord dieses Busses der Linie 510 waren auch 65 Schüler. Fotos: VLP
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An Bord dieses Busses der Linie 510 waren auch 65 Schüler. Fotos: VLP

Nach knapp drei Wochen gab es heute wieder einen Unfall mit einem Bus in der Boizenburger Bahnhofstraße

svz.de von
09. März 2016, 21:00 Uhr

Keine drei Wochen nach dem Busunfall am 19. Februar mit zwei Verletzten gab es heute erneut einen Unfall mit einem Bus in der Boizenburger Bahnhofstraße.

Um 7.06 Uhr prallte ein Pkw, der  aus dem Weg der Jugend nach links auf die Bahnhofstraße bog, seitlich gegen den  aus Richtung  Bahnhof kommenden Bus der Linie 510.

Entsprechend der Tageszeit waren  65 Schüler unter den 80 Fahrgästen, die zur Grundschule und zum Schulzentrum Boizenburg unterwegs waren. Der Busfahrer konnte jedoch die Kontrolle über sein Fahrzeug behalten, teilte Stefan Lösel, Geschäftsführer  der Verkehrsbetriebe Ludwigslust-Parchim (VLP) mit. Eine Notbremsung mit den damit verbundenen Verletzungsrisiken für die Fahrgäste war daher nicht erforderlich. Der Bus kam  langsam zum Stehen.   Auch der Autofahrer kam mit dem Schrecken davon.

Der Busfahrer reagierte besonnen, benachrichtigte die Einsatzleitung und behielt die Kinder aus Sicherheitsgründen im Bus. Er ging sofort nach dem Zusammenstoß  durch den Bus und befragte die Fahrgäste nach etwaigen Verletzungen,  konnte jedoch keine feststellen. Bereits wenige Minuten später konnten die Kinder in zwei anderen Bussen der VLP ihre Fahrt zur Schule fortsetzen, wo sie pünktlich zum Schulbeginn ankamen.

Der Pkw beschädigte die Unterseite des Busses in Höhe der Packfächer, der Schaden wird von der Polizei auf rund 15000 Euro geschätzt, teilte Polizeihauptkommissar Martin Lehmann vom Boizenburger Polizeirevier mit.

Autoscheiben nur notdürftig freigekratzt

Über den Schaden am Wagen wurde bisher nichts bekannt.  Bei der  Flüssigkeit, die nach dem Unfall auf dem Boden  zu sehen war, handelte es sich nach Feststellung der  Polizei lediglich um Kühlflüssigkeit, so dass ein Ausrücken der Feuerwehr zur Beseitigung von Öl nicht erforderlich war.

Ursache für den Zusammenstoß war die schlechte Sicht des Autofahrers, erklärte Polizeirevierleiter Fredo Kreft im Gespräch mit der SVZ. Durch den Nachtfrost waren die Scheiben gefroren und der Fahrzeugführer hatte nur notdürftig die Frontscheibe und so gut wie gar nicht die Seitenscheiben freigekratzt.

„Ich bin sehr froh, dass bei diesem bedauerlichen Zwischenfall niemand ernsthaft verletzt wurde. Der Unfall  hätte aufgrund des Gegenverkehrs und der Alleebäume auch viel schlimmer ausgehen können, wenn der Busfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hätte“, so Stefan Lösel von den VLP. „Mein Dank gilt dem Busfahrer und den Kollegen in Fahrdienst und Einsatzleitung auch dahingehend, dass sie besonnen reagierten, die Kinder in Sicherheit behalten haben und sehr schnell Abhilfe geschaffen wurde. Mein Mitgefühl gilt auch dem Unfallverursacher. Ich hoffe, dass es ihm gut geht.“

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