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Ludwigsluster erhält Schreiben mit der Erbschaftsmasche : Erneut Briefe mit angeblichem Erbe im Umlauf

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Erneut ist in der Region ein unangekündigter Brief bei einer Privatperson eingegangen, in dem ein millionenschweres Erbe in Aussicht gestellt wird, so die Polizei. Der Brief ging bei einem Mann in Ludwigslust ein.

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erstellt am 29.Aug.2012 | 05:36 Uhr

Ludwigslust/Hagenow | Erneut ist in der Region ein unangekündigter Brief bei einer Privatperson eingegangen, in dem ein millionenschweres Erbe in Aussicht gestellt wird, so die Polizei. Der Brief ging bei einem Mann in Ludwigslust ein, der gestern die Polizei einschaltete. Ähnlich wie in einem Telefax, welches vor Tagen eine Frau in Leezen erreichte, ging es in dem aus Großbritannien versendeten Schreiben um eine angeblich jüngst verstorbene Person, die ein hohes Erbe hinterlässt für das noch keine Hinterbliebenen ausfindig gemacht werden konnten. Die Polizei geht davon aus, dass weitere Briefe mit der "Erbschaftsmasche" in der Region im Umlauf sind und rät zur Vorsicht.

Aufgrund der Namensgleichheit zum Verstorbenen soll der Angeschriebene sich nun telefonisch mit einem Anwaltsbüro in England in Verbindung setzen, um 45 Prozent der in Rede stehenden Erbschaft (in diesem Falle 9 Mio. Euro) zu bekommen. Die Polizei vermutet, dass der Brief der erste Schritt ist, um einen geschickten, aber dreisten Betrug einzufädeln. Sollten sich Interessenten daraufhin telefonisch melden, so wird man sie vermutlich mit weiteren Versprechen locken, um die Angelegenheit noch glaubhafter machen. Es ist davon auszugehen, dass die Hintermänner schließlich für die Überweisung bzw. Übergabe des vermeintlichen Erbes im Vorab Gebühren oder Steuern verlangen, um so an das Geld der Opfer zu kommen. Es ist zu vermuten, dass nach Zahlung einer solchen Gebühr die Täter weiterhin anrufen, um mit erfundenen Begründungen weiteres Geld fordern. Das in Aussicht gestellte Millionenerbe ist dabei nur ein Trick, um Geld von gutgläubigen Opfern zu ergaunern.

Die Polizei sieht hierbei Ähnlichkeiten zu der bereits bekannten "Gewinnspielmasche". Hier werden die Opfer telefonisch kontaktiert und ein hoher Geldgewinn bzw. ein neues Auto versprochen. Es sind Fälle aus der Vergangenheit bekannt, bei denen Opfer mehrere 1000 Euro für angebliche Gebühren und Transferleistungen ins Ausland überwiesen. Den versprochenen Gewinn haben sie aber alle nie erhalten.

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