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Eisenbahngeschichte in Hagenow : Erinnerungen sind der Schatz

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Museum Hagenow sucht Zeitzeugen, die bei der Bahn gearbeitet haben / Weitere Publikationen über Eisenbahngeschichte geplant

von
erstellt am 01.Sep.2014 | 15:19 Uhr

Hagenow Nach der jüngsten Privatisierung des Bahnhofes in Hagenow Land wird das Engagement der Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte beim Museum Hagenow besonders wichtig. Das Wissen der ehemaligen Eisenbahner, vor allem vom Knotenpunkt in Hagenow Land, will das Museum der Stadt Hagenow zusammen mit den Mitgliedern der Interessengruppe nutzen. Nach den Worten von Thomas Kühn, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter im Museum, soll dieser Schatz gehoben werden und der Nachwelt erhalten bleiben.

Während eines Rundganges auf dem Bahnhof in Hagenow Land mit den „Bahnern“ Peter Schmedemann, Hugo Nill, Gerhard Thiele, Walter Koch, Edwin Vorrath und Günter Behncke von der Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte, sagte Thomas Kühn vom Museum im SVZ-Gespräch. „Wir erleben immer wieder, wieviel Wissen über die Geschichte beispielsweise des Bahnhofes in Hagenow Land bei den alten Eisenbahnern vorhanden ist. Wichtig ist, dieses Wissen für die Zukunft zu dokumentieren und festzuhalten. Dabei geht es uns vor allem um die subjektive Wahrnehmung der Menschen, wie sie früher ihren Arbeitsalltag erlebt haben, welche Probleme und Freuden sie hatten. So viele Menschen in Hagenow und Umgebung haben bei der Bahn gearbeitet. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind eine gute Basis für uns. Dennoch suchen wir weitere Zeitzeugen, die bei der Bahn tätig waren, vielleicht über Generationen hinweg in den unterschiedlichsten Berufszweigen, die es ja gab. Wer sich hier einbringen möchte, kann sich im Museum der Stadt Hagenow melden“, sagt Thomas Kühn.

Edwin Vorrath von der Interessengemeinschaft bringt sich zusammen mit den weiteren „Bahnern“ aktiv in der Geschichtspflege ein. „Hagenow Land war hier einer der größten Knoten-Bahnhöfe vor allem für den Güterverkehr. Schon vor der Wende ließ das nach. Jetzt gibt es noch etwas Personenverkehr, viel mehr ist nicht. Außerdem ist keiner mehr auf dem Bahnhof, damit ist die Bedeutung weg. Wer weiß denn heute noch, was Eisenbahn einmal war, deshalb ist die Erhaltung der Geschichte wichtig. Das Bahnhofsgebäude ist 1845/46 gebaut worden, ist also schon sehr historisch. Früher waren hier an die 800 Menschen beschäftigt“, macht er auf die Bedeutung des Bahnhofes aufmerksam.

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