Lebenshilfewerk Hagenow : Er hinterlässt Spuren in der Region

Geht in den Ruhestand: Hans-Joach Grätsch.
Geht in den Ruhestand: Hans-Joach Grätsch.

Der Chef des Lebenshilfewerkes Hans-Joachim Grätsch wurde gestern in Hagenow mit großem Bahnhof in den Ruhestand verabschiedet.

23-11367778_23-66107385_1416391975.JPG von
23. Juni 2017, 21:00 Uhr

Die erste wirkliche West-Ost-Unternehmung unserer Region, das Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow, hat gestern mit einem aufwändigen aber auch sehr bewegenden Empfang einen der Großen der Nachwendezeit in den Ruhestand verabschiedet: Hans-Joachim Grätsch, von den meisten nur „Jockel“ genannt. „Es kann doch fast nicht sein, dass so ein Wessi in der Wende hierher kam und uns Ossis in die Spur schickte. Du hast Spuren hinterlassen, in Hagenow aber auch anderswo“, lobte Hagenows Ex-Bürgermeisterin Gisela Schwarz den in der kommenden Woche scheidenden Geschäftsführer.

Gemeint war sein Streiten für die Würde und auch für das Wohl behinderter Menschen. Das war die große Aufgabe des 66-Jährigen. Er blickte gestern mit gut 200 Ehrengästen auf 42 Jahre Arbeit in der Diakonie aber auch 32 Jahre im Sinne der Lebenshilfe zurück. Erst in Mölln und praktisch mit der Wende auch in Hagenow und Nordwestmecklenburg. Gemeinsam holten Grätsch und viele andere Mitstreiter die Behinderten aus der Nische und Verborgenheit, in die sie zu DDR-Zeiten gesteckt wurden. Schon früh gab es die Lebenshilfe Hagenow, die später mit dem Möllner Vorbild zu einer gemeinsamen „Firma“ zusammenwuchs. Der Verbund, das sind heute gut 650 Beschäftigte in beiden Bundesländern, die sich im sozialen Bereich um gut 2000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern aber auch in Schleswig-Holstein kümmern.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-Paper-Programm sowie der Printausgabe unserer Zeitung am Sonnabend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen