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Radweg Boizenburg : Endlich lückenlos Rad fahren

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Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Im Beisein von Minister Christian Pegel gab es den symbolischen ersten Spatenstich für den Bau des Radweges an der Berliner Straße.

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Lange schon von zahlreichen Bürgern eingefordert und nun endlich in die Tat umgesetzt: Der Lückenschluss des Radweges zwischen dem Boizenburger Ortsteil Bahnhof durch das Gewerbegebiet bis zur Kreuzung Berliner Straße/Gülzer Straße an der B5 wird nun endlich angegangen. Am Mittwochvormittag reiste Verkehrsminister Christian Pegel aus Schwerin an, um zusammen mit Bürgermeister Harald Jäschke, dem Leiter des Bauausschusses Heinz Gohsmann (SPD) und Bauamtsleiterin Dagmar Poltier den ersten Spatenstich für das Projekt auszuführen. „Wir denken schon seit über 15 Jahren über diesen Radweg nach“, erklärte Bürgermeister Jäschke. Ursprünglich hatten die Stadtplaner erhofft, dass die Bürger mit dem Radweg parallel durch das Gewerbegebiet fahren würden. „Aber Wege bilden sich da, wo Menschen fahren“, konstatierte das Stadtoberhaupt. „Die alte B5 ist immer noch einer der Hauptverkehrswege der Stadt.“ Auch wenn es schon seit 1995 die Umgehungsstraße gibt. Von der Idee bis zur Umsetzung habe es deshalb so lange gedauert, weil erst die Finanzierung durchgeplant werden musste und es vorher wichtigere Projekte der Stadt gab.

„Aber jetzt gibt es immer mehr Menschen, die in dem Gewerbegebiet arbeiten, allein bei SweetTec sind es inzwischen etwa 500“, fügte Dagmar Poltier hinzu. Demnächst würde die Firma Rothkötter dazu kommen, der Bau ihres Mischfutterwerks würde sich allerdings verzögern und statt in diesem Jahr erst 2018 in Betrieb gehen.

Viele Boizenburger erledigen ihre Einkäufe in den Märkten wie Markant, Aldi und Plaza mit dem Fahrrad, führte der Bürgermeister außerdem noch zur Notwendigkeit des Radweges aus. „Wer hat sich nicht schon erschrocken, wenn gerade in der dunklen Jahreszeit vor seinem Auto plötzlich ein Fahrrad auf der alten B5 auftauchte“, fragte er rhetorisch in die Runde, „meist auch noch unbeleuchtet.“ Der neue Radweg werde einen Beitrag zu größerer Verkehrssicherheit leisten.

Für den Bau des rund 550 Meter langen und 2,50 Meter breiten Radwegs in Asphaltbauweise hat die Stadt Boizenburg vom Land Mecklenburg-Vorpommern Fördermittel in Höhe von 87  303 Euro erhalten. Die ursprünglich geplanten Gesamtkosten beliefen sich auf 128  000 Euro. Doch inzwischen sind die Kosten auf 157  000 Euro gestiegen.

„Es gibt eine dynamische Entwicklung der Baupreise “, erklärte Verkehrsminister Pegel. Schuld daran sei vor allem eine Explosion der Preise für Baumaterialien wie Asphalt. Die steigenden Preise für die Arbeit der Firmen nannte er dagegen eine Normalisierung des Marktes. Für die derzeit wachsende Bautätigkeit würden nun die Firmen fehlen, die in der Krise vor 15 Jahren eingegangen seien.

Weil der Asphalt gerade knapp wird, kann die ausführende Baufirma LKT aus Wittenburg auch noch nicht wirklich mit dem Bau des Radweges beginnen. „Das geht nicht los vor Ende August “, kündigte Geschäftsführer Franko Wolter an. Die Bauzeit soll acht Wochen betragen, so Rüdiger Metelmann vom Planungsbüro dänekamp + partner aus Ludwigslust.


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