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Gesamtplan für die Europaschule : Endlich: Das Konzept für die Atrium-Schule steht

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Mit "Schönheit" kann Sabine Janitz "noch nicht punkten". Der Zahn der Zeit nage an allen Ecken und Kanten in ihrer 32 Jahre alten Europaschule in Hagenow. Trotzdem hatte die Leiterin mehr Anmeldungen denn je.

svz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 10:26 Uhr

Hagenow | Mit "Schönheit" kann Sabine Janitz "noch nicht punkten". Der Zahn der Zeit nage an allen Ecken und Kanten in ihrer 32 Jahre alten Europaschule in Hagenow. Trotzdem hatte die Leiterin mehr Anmeldungen denn je. 446 Schüler in 24 Klassen unterrichten die Kollegen dort seit diesem Schuljahr. Darunter 57 Erstklässler, 19 mehr als 2012. "Wichtig sind die Inhalte", sagt sie. Dass die Pädagogin künftig auch das passende "Outfit" für ihre Ganztagsschule bekommen könnte, stimmt sie optimistisch. Das erste Mal spricht die Stadt von einem kompakten Sanierungskonzept für den DDR-Bau. Ein Schwerpunkt: Inklusion.

Seit Jahren sanieren Handwerker immer Stück für Stück (SVZ berichtete). Fassade, Brandschutz-Türen, zuletzt acht Klassenzimmer samt Flur im Obergeschoss, die pünktlich zum Schulstart nach den Sommerferien fertig wurden. Ein Großteil der Arbeiten fiel auf die Ferien, der Rest in den Schulbetrieb. Raumwechsel, Stundenplanverschiebung... "So haben wir die Zeit überbrückt", sagt Sabine Janitz. "Gerne", betont sie. Denn sie wolle ja, dass etwas passiert. Und "wir sind in freudiger Erwartung", was noch alles kommt.

Die Schule bräuchte eigentlich eine ganz andere Struktur. Die vielen Klassen, die Hortgruppen, die Ganztagsangebote - das brauche Platz. Der soll einerseits durch den Aus- und Umbau des Kellers und ein Atrium im jetzigen Innenhof entstehen. Sabine Janitz möchte, dass die Schule noch mehr kulturelles Zentrum wird. In einem Atrium könnten Ergebnisse der Ganztagskurse präsentiert werden, so die Leiterin. Ein- bis zweimal im Monat möchte sie dort etwas anbieten, um das soziale Leben im Kietz zu beleben. "Das Stadtgebiet war ja tot, als wir hier anfingen", erinnert sie sich. Seitdem hat sich vieles getan. Und es soll weitergehen.

Mit der Stadt ist alles besprochen und ausgearbeitet. Ab 2015 sei eine größere Summe für die Sanierung im Haushalt eingeplant, sagt Dirk Wiese. Der zuständige Fachbereichsleiter im Hagenower Rathaus kann noch nicht sagen, wie hoch die Gesamtkosten sein werden. Ende August wisse er mehr. Bis Ende September sollen dann Fördermittel beantragt werden. Ohne diese sei das Vorhaben nicht umzusetzen. Wenn aber entsprechende Mittel schnell zugesagt werden, könnte man damit 2014 schon arbeiten, so Dirk Wiese.

Auch die Stadt favorisiere das Konzept mit Atrium. Die Planungen dafür sind fast abgeschlossen. Um sich den Weg zur Atrium-Schule nicht zu verbauen, habe man zunächst teilweise im Keller und im Obergeschoss einzelne Abschnitte in Angriff genommen, erklärt Wiese. "So sind wir noch recht ungebunden und unabhängig vom späteren Gesamtkonzept." Inklusion spiele dabei eine entscheidende Rolle. Aufzüge etwa könnten - genauso wie das Atrium - später noch berücksichtigt werden. Damit würde Sabine Janitz ihrem Traum ein Stück näher kommen. "Toll", sagt sie. "Besser geht es nicht." Dann passe endlich alles zusammen - die Inhalte und das "Outfit".

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