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Kartoffelveredlungswerk : Emsland-Food stärkt Hagenow

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Nach schwierigen Zeiten stehen die Zeichen für die Kartoffelveredelung wieder auf Investitionen und deutlichen Kapazitätsausbau

von
erstellt am 21.Mai.2014 | 15:33 Uhr

Für einen der wichtigsten Produktionsstandorte in der Stadt gibt es nach langer Zeit wieder gute Nachrichten. Das Kartoffelveredlungswerk wird seine Kapazitäten bei der Verarbeitung deutlich ausbauen. Im kommenden Jahr soll die so genannte Flockenkapazität um 20 Prozent erweitert werden. Die Emsland-Group als 100-prozentiger Eigentümer des in Hagenow besser als „MKV“ bekannten Werkes will in den kommenden drei Jahren 10 bis 15 Millionen Euro investieren. Das berichtete Michael Schonert, als Geschäftsführer auch für das Werk an der Dr.-Raber-Straße zuständig.

Schonert, der aus dem brandenburgischen Kyritz stammt, verschwieg im Gespräch mit der SVZ auch nicht, dass gerade Hagenow in den vergangenen Jahren sehr schwere Zeiten durchgemacht habe. Als Hauptproblem erwies sich nämlich das einst so hoch gelobte Heizkraftwerk, in dem vor sortierter Müll verbrannt wird. Dieses Kraftwerk hätte aus heutiger Sicht der Kartoffelveredelung fast das Genick gebrochen, weil die vereinbarten Preise auch aus politischen Gründen nicht gehalten wurden. Als schwierig für das Hagenower Werk erwies sich auch, dass nach dem Weggang der früheren Führung die Nachfolge nicht geklärt war. Inzwischen ist das sortiert, hat die Emsland-Group, die bereits seit 2007 an dem Hagenower Werk beteiligt ist, die komplette Verantwortung übernommen. Die Belegschaft, derzeit sind es im Stammwerk noch 180 Mitarbeiter , hat schwere weil auch ungewisse Zeiten hinter sich.

Diese Ungewissheit wollen der Eigentümer mit den anstehenden Investitionen, so Schonert und der mit der operativen Leitung in Hagenow betraute Jörg Elvers, beseitigen. Diese Haltung wird auch vom Betriebsrat René Leuschnat unterstützt. Trotz schwerer Zeiten mit vielen Gerüchten sei der Belegschaft klar, dass die Emsland-Gruppe das Hagenower Werk gerettet habe. Hagenow hat unter den vielen Werken der Gruppe die Besonderheit, direkt Produkte für den Supermarkt anzubieten. Die Masse des Geschäftes mit Kartoffelflocken sieht eigentlich anders aus. Da werden viele Produkte für die weiterverarbeitende Industrie angeboten, z. B. Vorprodukte für die Snackindustrie, aber auch für Großküchen. Die Ausrichtung der Hagenower auf den Lebensmitteleinzelhandel soll auch künftig bleiben und ausgebaut werden. In Hagenow werden auch viele Eigenmarken des europäischen Einzelhandels produziert. Im Export liegen dann auch die neuen Wachstumsmöglichkeiten, für die in den kommenden Jahren die neuen Kapazitäten geschaffen werden. Traditionell gibt es bei der Kartoffelverarbeitung Kampagnen, die diesjährige soll am 5. Juli enden, bevor bereits am 28. Juli mit der neuen Kampagne begonnen wird. Bis zu 40 Prozent der verarbeiteten Kartoffelmenge kommt derzeit aus Mecklenburg-Vorpommern, die anderen Kartoffeln stammen aus Niedersachsen und Brandenburg. Geht es nach der Emsland-Group, dann soll der Mecklenburger Anteil in den kommenden Jahren deutlich steigen.

 

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