Grabow : Emotionaler Abschied

Für sein 18 Jahre langes Engagement im Kreisjagdverband erhält Wilfried Röpert (links) die Verdienstnadel in silber des Deutschen Jagdverbandes von Landeschefjäger Dr. Volker Böhning. Fotos: nien
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Für sein 18 Jahre langes Engagement im Kreisjagdverband erhält Wilfried Röpert (links) die Verdienstnadel in silber des Deutschen Jagdverbandes von Landeschefjäger Dr. Volker Böhning. Fotos: nien

Wilfried Röpert hinterlässt große Fußstapfen im Kreisjagdverband Ludwigslust: Lob von Minister, Bürgermeistern und Kollegen. Nachfolger gewappnet

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21. März 2016, 05:00 Uhr

Es ist ein emotionaler Abschied. Nicht nur für Wilfried Röpert selbst, der  am Freitagabend um Fassung vor den vielen Gästen im  Grabower Schützenhaus ringt. Der scheidende Vorsitzende des Ludwigsluster Kreisjagdverbandes wird vielen fehlen – fachlich wie menschlich.

Umweltminister Till Backhaus (SPD) dankt dem Wittenfördener für 18 Jahre gute Zusammenarbeit. Die Jagd als älteste Kultur sei in der Bevölkerung tief verwurzelt. Dass die Jagdwelt in Mecklenburg-Vorpommern noch in Ordnung sei, liege auch an Personen wie Wilfried Röpert, der beispielsweise die Landeswild- und Fischtage mit ins Leben gerufen hat. Ohne ihn hätte es sie nicht gegeben. „Er hat immer die verschiedenen Interessen übereinander gebracht“, sagt Backhaus. Und er sei  stets ein ausgleichender Mensch, der auch im Konflikt versucht, Lösungen zu finden. „Wir brauchen dich“, so der Minister.

Das Talent, sich im Hintergrund zu halten und mit anderen gemeinsam Dinge voran zu bringen, zeichne Wilfried Röpert aus, sagt Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach. „Er hinterlässt große Fußstapfen.“ Dem Nachfolger wünsche er nun die gleiche Ruhe, Gelassenheit und Konsequenz.

„Einen Wilfried Röpert gibt es kein zweites Mal“, sagt  Gisela Schwarz. Die ehemalige Bürgermeisterin von Hagenow hat lange mit ihm zusammengearbeit.   Er habe viel für den Landkreis und die Stadt geschafft und den Verband auf einen guten Weg gebracht.

Röpert hinterlässt seinem Nachfolger knapp 1200 Jäger, 16 Hegeringe und einen der stärksten Kreisverbände des Landes. „Wir haben viel erreicht“, bilanziert der 67-jährige Wilfried Röpert in seinem Bericht. Aber auch nur dank der guten Zusammenarbeit im Verband. Der Zusammenhalt der Jägerschaft sei gewachsen. Und das sei auch künftig  notwendig angesichts der steigenden Zersplitterung der Jagd. Er wünscht sich dahingehend sachliche Diskussionen. Schwerpunkte für die Zukunft: die Jagdzeiten, der Wolf, Munition und Waffenrecht.

Und er weist nochmal auf den Ruf der Jäger hin. Es sei angekommen, dass „wir weit mehr als nur einem Hobby frönen, sondern in punkto Naturschutz, Wildschadensverhütung, Tierseuchenbekämpfung und durch das Beräumen von Unfallwild Aufgaben von öffentlichem Interesse wahrnehmen“. Allein die Streckenentwicklung  entspreche laut Minister Backhaus einem Wert von 1,6 Milliarden Euro.

Für sein jahrelanges Engagement überreicht Landesjagdchef Dr. Volker Böhning dem sichtlich gerührten Wilfried Röpert die Verdienstnadel in silber des Deutschen Jagdverbandes. „Als Anerkennung für deine hervorragende Leistung. Es ging dir immer nur um die Sache und nicht um deine Person“, begründet Böhning.  Als Vizevorsitzender des Landesjagdverbandes bleibt  Wilfried Röpert seiner Zunft erhalten.

Und auch sein Nachfolger Sven Drewke weiß, dass er „im Hintergrund immer noch jemanden“ hat, der ihm bei Fragen zur Seite steht. „Ich versuche, der Herausforderung gerecht zu werden“, sagt Drewke. Wohl wissend, dass er erst hineinwachsen müsse, um die gute Arbeit fortzuführen.

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