Hagenow : Eltern „stocksauer“ über Hortarbeit

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Beschwerdebrief des Schulelternrates diskutiert / Generell „Konfliktpotenzial zwischen Schule und Hort“

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12. November 2015, 12:00 Uhr

Die Eltern der Grundschüler sind „stocksauer“. Im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport am Dienstagabend in Hagenow zitiert Carsta Benzien aus einem langen Beschwerdebrief des Elternrates der Europaschule. „Sie sind unzufrieden und erbost darüber, wie die Hortarbeit läuft und gestaltet wird“, sagte die neu gewählte Ausschussvorsitzende (CDU). Das Verhältnis dort sei auf Krawall aus. Das gehe soweit, dass Eltern ihre Kinder vom Hort in der Kita Regenbogenland abmelden wollen. Hintergrund ist die offene Hortarbeit, die dort seit Anfang des Schuljahres nach dem Bildungskonzept des Kinderförderungsgesetzes umgesetzt wird (wir berichteten).

Seitdem könnten die Kinder tun und lassen, was sie wollen, würden nur noch beaufsichtigt werden, zitiert Carsta Benzien weiter. Und sie kämen ohne Hausaufgaben nach Hause.

Doch das Konzept „muss umgesetzt werden“, entgegnet Birgit Heimke, zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus, und verweist auf die Gesetzeslage. Mehr als ein Jahr hätten sich die Hortmitarbeiter darauf vorbereitet. „Die Kinder haben die freie Wahl, wo sie sich aufhalten.“ Mit einem Button an der Tafel im Empfangsbereich zeigen sie, wo sie gerade spielen oder ob sie Hausaufgaben im dafür vorgesehenen Raum machen. „Klar ist es zuerst auch für die Kinder neu, mit der Selbstständigkeit umzugehen“, so Birgit Heimke weiter. Und viele hätten auch nicht gleich den Hausaufgabenraum genutzt. „Aber die Eltern sind auch in einer gewissen Verantwortung“, wirft Ausschussmitglied Sylvia Schulz (CDU) ein. „Das ist eine moderne Form der Erziehung.“

Dass es hinter den Kulissen brodelt, liege aber auch am generellen „Konfliktpotenzial zwischen Schule und Hort, so Dieter Opitz (Linke).

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