zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

23. November 2017 | 14:29 Uhr

Hagenow : Elgeti beklagt starken Preisverfall

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bauernverband-Geschäftsführer: Verheerende Situation in der Tierhaltung / Erzeugerzusammenschlüsse empfohlen

von
erstellt am 19.Dez.2014 | 15:38 Uhr

Der Geschäftsführer des Bauernverbandes Ludwigslust, Harald Elgeti, zieht für die Landwirte in der Region eine gemischte Bilanz. Für die Zukunft befürchtet er sogar Nachteile für die Bauern im Verbandsgebiet durch die Agrarumweltprogramme des Landes.

2014 seien bei den Ackerkulturen zwar überdurchschnittlich hohe Mengen geerntet worden. Durch den damit verbundenen Rückgang der Preise müsse man von einer eher mittelmäßigen Ernte sprechen, sagt er. Am Ende sei doch entscheidend, „was im Portmonee ist“. Wurden nach Elgetis Angaben beispielsweise für Weizen in den Vorjahren Preise von 20 bis 24 Euro je Hektar realisiert, sind es in diesem Jahr 12 bis 14 Euro.

Elgeti beklagt zudem einen drastischen Verfall der Preise für tierische Erzeugnisse. „Wir haben im Dezember 2013 einen Milchpreis von 42 Cent pro Kilo gehabt, aktuell liegen wir bei 27 Cent. Nach wissenschaftlichen Berechnungen wären aber 46 Cent kostendeckend“, sagt er. Das Ende der Talfahrt sei überhaupt nicht absehbar. Signale am Markt, dass es besser werden könnte, gäbe es momentan nicht. Ähnlich verhielte es sich bei Schweinefleisch, wo der Kilopreis bei 1,30 Euro liege. „Die preisliche Situation in der Tierhaltung ist verheerend“, kritisiert der Verbandsvertreter.

Mit Skepsis blickt Elgeti auf die Agrarumweltprogramme des Landes, die ab 2015 mit der neuen EU-Förderperiode anlaufen. „Wir hatten in der zurückliegenden Förderperiode Programme, die insbesondere den tierhaltenden Betrieben in den Regionen mit schwächeren Böden geholfen haben, beispielsweise mit einer Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete. Wir hatten ein Programm zur Förderung besonders artgerechter Tierhaltung. Die alle sind jetzt ersatzlos gestrichen“, beklagt der Geschäftsführer.

Die neu auflegten Programme sind aus seiner Sicht zum großen Teil für die Region nicht nutzbar. Als Beispiel nannte er das Programm „Vielfältige Kulturen im Ackerbau“, nach dem fünf Hauptkulturen vom Landwirt angebaut werden sollen. „Wir haben große Bereiche in dieser Region, wo aufgrund der Böden nur Roggen, Mais und Ackerfutter angebaut werden kann. Bei allen anderen Kulturen wäre eine Gewinnerwartung hingegen unrealistisch.“

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Wochenende.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen