Elbestrecke ist beliebtester deutscher Radfernweg

<strong>Picknick im Naturpark </strong>Mecklenburgisches Elbetal am Rande des Elberadwegs.<fotos>Andreas Vones / AV TEAM PRESS</fotos>
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Picknick im Naturpark Mecklenburgisches Elbetal am Rande des Elberadwegs.Andreas Vones / AV TEAM PRESS

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15. Juni 2012, 10:33 Uhr

Boizenburg | Der Fahrradtourismus in Deutschland hat sich beachtliche Marktanteile erobert. Mehr als vier Milliarden Euro geben Radwanderer auf kurzen und langen Touren vor Ort aus Als Übernachtungsgast werden mindestens 64,60 Euro und als Ausflügler 16 Euro pro Kopf und je Tag ausgegeben. Veranstalter von Radreisen rechnen mit zweistelligen Zuwachsraten in der Saison 2012. So besagen es jedenfalls eine Studie des Deutschen Tourismusverbandes sowie eine Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs.

Der ausgebaute "Elbe-Radwanderweg" entlang des zweitlängsten deutschen Flusses ist seit Jahren die beliebteste Radwanderroute Deutschlands. Von der Nordseeküste bei Cuxhaven bis in die Prager Altstadt führen 780 Kilometer Radweg am Elbufer entlang. Auch der "Ostseeküsten-Radweg" gehört mit dem "Donauradweg" zu den Spitzenreitern der Besuchszahlen. Dennoch verdrängte Bayern nun das Flachland Mecklenburg-Vorpommern auf den 2. Platz der Beliebtheitsskala im Fahrradtourismus. Nicht ganz unschuldig daran sind die oftmals noch fehlenden Radwege an den stark, auch zunehmend von schweren Lastzügen genutzten Landstraßen. Da nutzen auch keine Schilder mit der Bitte um Rücksichtnahme, denn der LKW-Verkehr auf den Bundes- und Landstraßen in Mecklenburg-Vorpommern ist dramatisch angestiegen. Mit diesem Problem muss sich das Alpenvorland nicht beschäftigen. Doch zusammen mit dem Elberadwanderweg bietet allein der Naturpark Mecklenburgisches Elbetal im UNESCO Schutzgebiet Flusslandschaft Elbe 275 Kilometer ausgewiesene Radwanderwege vorbei an der Idylle der Natur. Dort im Urstromtal der Elbe reihen und überlagern sich in einzigartiger Weise Landschafts- und Naturschutz- sowie Vogelschutz- und FFH - Gebiete. Urlaubsperspektiven aus dem Sattel des Zweirades sind auch herrliche Perspektiven für den Naturschutz und für Urlaubsregionen. Von schlechtem Wetter lassen sich Radwanderer übrigens weniger beeinflussen, als klassische Ostseeurlauber.

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