Boizenburg : Elbe-Gymnasium wirbt um neue Schüler

Unter dem Motto „Sieben für Sieben“ zeigten die Siebtklässler ihren zukünftigen Mitschülern das Informatikkabinett.
Unter dem Motto „Sieben für Sieben“ zeigten die Siebtklässler ihren zukünftigen Mitschülern das Informatikkabinett.

Schulleiter begrüßt Verlängerung für Probezeit von Schülern, die ohne Empfehlung der Lehrer ans Gymnasium wechseln wollen

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20. Januar 2020, 05:00 Uhr

Len Marten Porath sitzt inmitten des Atriums des Elbe-Gymnasiums am großen schwarzen Flügel und spielt gefühlvoll das Stück „Fly me to the Moon“. Währenddessen strömen am Sonnabendmorgen die ersten Neugierigen in die gymnasiale Bildungseinrichtung der Elbestadt, um beim diesjährigen Tag der offenen Tür einen Blick in das Herz der Schule erhalten zu können. „Gerade für die Schüler der gegenwärtigen 6. Klassen, unter anderem in Vellahn und Boizenburg, ist es heute eine gute Gelegenheit, ihre zukünftige Schule schon einmal genauer kennenzulernen. Dabei soll es aber auch ganz besonders um die Anmeldungen für das Schuljahr 2020/2021 sowie eine Beratung zur zweiten Fremdsprache durch die jeweiligen Fachlehrer gehen“, berichtet Schulleiter Gerald Kersten. Französisch- und Russischlehrerin Jana Amboß weiß, dass besonders Latein als zweite Fremdsprache zunehmend ausgewählt wird. „Da aber auch einige Sechstklässler ohne Empfehlung der abgebenden Regionalen Schulen an unser Gymnasium wechseln, wird in diesen Fällen bevorzugt die Fremdsprache Russisch belegt. Damit wollen die Eltern im Falle des Nichtbestehens der Probezeit für ihre Kinder einen nahtlosen Übergang an die Regionale Schule gewährleisten“, sagt Jana Amboß in einer kurzen Pause. Die Koordinatorin der Sekundarstufe I zeichnete am Sonnabend für die Anmeldung an die weiterführende Schule verantwortlich. Schulleiter Gerald Kersten begrüßt ausdrücklich, dass sich mit Wirkung des kommenden Schuljahres die Probezeit für zukünftige Siebtklässler, die ohne Empfehlung an sein Gymnasium wechseln, auf ein ganzes Schuljahr verlängert hat. „Diese neue Regelung bringt deutlich mehr Ruhe in den schulorganisatorischen Ablauf beider Bildungseinrichtungen in der Stadt“, freut sich Kersten über die Neuerungen im Schulgesetz. Auch die Neuregelung zur Anerkennung der Mittleren Reife für Schüler, die nach Klasse 10 das Gymnasium verlassen, wurde vom Schulleiter wohlwollend aufgenommen. Demnach reicht ab dem kommenden Schuljahr ein Notendurchschnitt von mindestens 3,9, damit diese Schüler automatisch und ohne Prüfungsverfahren die Mittlere Reife erlangen, die in der Regel für eine Ausbildung erforderlich ist. „Nicht nur an unserem Gymnasium bildet die 10. Klasse die Einführungsphase in die gymnasiale Oberstufe. Das heißt, dass in allen Fächern Klausuren geschrieben werden und dabei besondere Lernleistungen erbracht werden müssen“, sieht Gerald Kersten darin ein besonderes Niveau, das nach seiner Auffassung einem Abschluss in Klasse 10 der Regionalen Schule entspreche.

Am Sonnabend wurden allerdings nicht nur die zukünftigen Siebtklässler am Gymnasium begrüßt, sondern auch so einige ehemalige Schüler. „Hier hat sich ja noch gar nichts verändert, so als wenn ich erst gestern die Schule verlassen habe“, wunderte sich Marco Frick, der eigens aus Hamburg angereist war, um seiner alten Wirkungsstätte und seinem ehemaligen Informatiklehrer Uwe Rehbein einen Besuch abzustatten. Im Jahr 2012 verließ der heute 26-Jährige mit dem Abitur das Boizenburger Gymnasium mit dem Ziel eines Informatikstudiums. Dass sich der jetzige Croupier einer Spielbank bei Hamburg beim Betreten des Informatikraumes in seine längst vergangene Abiturzeit zurückversetzt fühlte, ließ Informatiklehrer Uwe Rehbein nachdenklich ob der über viele Jahre stehengebliebenen Ausstattung eher kopfschüttelnd zurück.









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