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Nahrstedt : Elbbrücke ja, aber nicht um jeden Preis

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die drei Kandidaten für das Landratsamt in Lüneburg stellten ihre Meinung zur geplanten Elbbrücke vor

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 13:49 Uhr

„Wie halten Sie es mit der Elbebrücke“? war die Frage, die am Montagabend im Rahmen der Vollversammlung des Vereins „Brücken bauen“ an alle drei Personen gestellt wurde, die am 25. Mai gerne die Wahl zum neuen Landrat beziehungsweise zur Landrätin des Landkreises Lüneburg gewinnen möchten. Rede und Antwort standen Landrat Manfred Nahrstedt (SPD), Kreisrätin Monika Scherf (parteilos, kandidiert für die CDU) und Jörg Venderbosch (Die Linke).

Zuvor hatte der mecklenburgische Landwirtschaftsminister Till Backhaus ein Grußwort gesprochen. Er ist gebürtiger Neuhauser und hat als solcher Verständnis für den Wunsch der Bürger nach einer festen Elbquerung. „Die Politik sollte Wege finden“, so Backhaus, der aber gleichzeitig klar machte, dass von Seiten des Nachbarlandes keine finanzielle Unterstützung zu erwarten sei, der Brückenbau sei originäre Aufgabe des Landkreises Lüneburg und des Landes Niedersachsen.

Landrat Manfred Nahrstedt macht eine klare Ansage: ja zur Brücke, aber nicht um jeden Preis. Die Kosten für den Landkreis dürften zehn Millionen Euro nicht überschreiten, der Landkreis habe auch noch andere, wichtige Aufgaben wie den Ausbau eines Breitbandnetzes, Investitionen in die Bildung und ein vernünftiges Angebot im öffentlichen Nahverkehr. Er begründete die Verzögerungen in der Planung durch höhere Anforderungen der EU und durch das Hochwasser im vergangenen Jahr, nach dem Neu Darchau nun einen Deich plant, der mit den Planungen für eine Brücke abgestimmt werden muss.

Monika Scherf nannte die hohe Zustimmung für eine Brücke bei der Bürgerbefragung einen Akt der Solidarität aller Menschen aus dem Landkreis. Man brauche endlich einen echten Brückenschlag über die Elbe, es könne nicht sein, dass die Erschließungsqualität für die Bürger so unterschiedlich sei und die Bürger aus dem Amt für ihre Wege im Landkreis hohe Extra-Kosten hätten. Sie will erst über die Kosten reden, wenn die Planungen stehen, vorher eine finanzielle Grenze zu setzen, sei schwierig. Venderbosch bekräftigte, die Linke habe immer für eine Brücke gesprochen. Die anschließenden Fragen aus dem Publikum spiegelten den Frust unter den Bürgern wieder. Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Hoppe beschwichtigte: „Ich kann verstehen, wenn man über die Jahre schließlich verzweifelt“.

 

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