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Hagenower Kreisblatt

15. Dezember 2017 | 17:13 Uhr

Neu Darchau : Eiswette: „Was mookt de Elv?“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

312 Wettpaten warten gespannt auf 11 Uhr / Thomas von der Heide überprüft den Zustand der Elbe und verkündet: „De Elv de geiht“

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erstellt am 01.Feb.2015 | 16:34 Uhr

„Für die unbeschreibliche Erfolgsgeschichte der Eiswette sind die von Jahr zu Jahr immer zahlreicher werdenden Teilnehmer verantwortlich. Sie machten es seit Beginn dieser mittlerweile Kultstatus erlangten Veranstaltung möglich, dass wir mehr als 14 000 Euro für die Jugendarbeit auf beiden Seiten der Elbe erwirtschaften konnten“, sagt ein sichtlich stolzer Jörg Neben vor Beginn der nunmehr 19. Auflage der Eiswette. Während der achtköpfige Eisrat im vergangenen Jahr mit 277 abgegebenen Wetten einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen konnte, wurde dieses Ergebnis in diesem Jahr mit 312 Wettpaten deutlich übertroffen.

„Ich gehe davon aus, dass wir zum 1. Advent dieses Jahres erstmalig mehr als 1000 Euro für unsere junge Generation übergeben können. Dieses unglaubliche Ergebnis ist aber nur dadurch möglich geworden, weil wir mittlerweile so viele Unterstützer in Vereinen und Institutionen hinter uns wissen, die unsere Eiswette auf vielfältige Art und Weise bewerben“, berichtet Jörg Neben, bevor er im „Göpelhaus“ in Neu Darchau den Trinkspruch des Tages verkündet: „De Elv geiht“.

Das wurde zuvor punkt 11 Uhr durch Thomas von der Heide überprüft, der von der Elbfähre „Tanja“ aus seinen Stockschirm in die Elbe hielt. Immerhin 209 Teilnehmer der diesjährigen Eiswette lagen mit ihrem Tipp goldrichtig, so dass sie am vergangenen Sonnabend vom Eisrat zu „Eisheiligen“ ernannt werden konnten. Aber auch diejenigen, die mit ihrer Vorhersage bezüglich des Fließzustandes der Elbe daneben lagen, ließen sich beim Eiswettenessen den Ring Gekochte mit warmen Kartoffelsalat schmecken, musikalisch begleitet von der „Riverside Gang“ aus Lüneburg.

Letztere sorgen nunmehr schon seit 17 Jahren für die richtige Stimmung während dieser Benefizveranstaltung. Aber auch Berni Schmitz, der Finalist vom Karaoke-Wettbewerb beim Lüneburger Stadtfest, unterhielt die Wettfreunde auf das Beste. Wenn die Anwohner links und rechts der Elbe wieder pünktlich ab dem 1. Advent die neuen Eiswetten abgeben können, dann steuert der Eisrat auf sein großes Jubiläum zu.

20 Jahre Eiswette in Darchau und Neu Darchau. Wer hätte gedacht, dass aus einer verrückten Idee während eines Eishockeyspieles in einer zugefrorenen Kuhle in Neu Darchau im Jahr 1995 eine derart große und wichtige Veranstaltung entstehen würde. Eine Veranstaltung, die schon von jeher das Ziel verfolgte, beide Seiten der Elbe näher zusammen zu bringen. André Feit, Bürgermeister aus Hohnstorf, musste am vergangenen Sonnabend neidlos feststellen, dass sich die Eiswette in Neu Darchau mittlerweile einer größeren Beliebtheit erfreut, als in seiner Heimat. Jörg Neben und seine Mannen vom Eisrat werden es mit großer Zufriedenheit vernommen haben.

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