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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 08:12 Uhr

Bantin : Einwohner kämpft weiter für den Treff

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Aufgebrachte Einwohner wollen mehr Platz für ihr kulturelles Leben im Dorf/Mit geplantem Kita-Anbau befürchten sie den Niedergang

von
erstellt am 06.Mai.2015 | 15:37 Uhr

„Wir verlangen keinen Luxus, aber wir wollen auch vernünftig untergebracht werden“, spricht Helmut Eggert aus Bantin vielen Einheimischen aus der Seele. Der 82-Jährige war mit anderen Einwohnern am Montag Abend ins Dorfgemeindehaus gekommen, um unterm Dach für die örtliche Kultur zu streiten.

Seit über zwei Jahren schon kämpfen die Bantiner für den Erhalt ihres Dorfgemeindehauses, eines rund 200 Jahre alten Gebäudes. Das ist in die Tage gekommen, im Keller hat sich bereits Schimmel häuslich niedergelassen. Für die Kita Sonnenschein, die dort untergebracht ist, also nur noch eine Frage der Zeit, wann die Umzugskoffer gepackt werden müssen. Nun hat das Land einen Fördermittelbescheid für einen Kita-Neubau nur einige Meter weiter weg bereits genehmigt. Mit einem geplanten Anbau soll ein Ort des geselligen Beisammenseins gleich mit realisiert werden. Doch leider würde der mit WC und kleiner Küche nur gerade einmal 80 Quadratmeter groß. Zum Feiern blieben maximal 60 Quadratmeter für etwa 60 Personen plus 120 Stehplätzen. Wie das in der Realität aussehen soll, will man sich nicht wirklich vorstellen. Hier setzt auch die Kritik der Bantiner an. Damit ihr Dorfleben weiter erhalten werden kann, fordern sie entweder mehr Platz in dem Anbau oder den Erhalt des Dorfgemeindehauses. Weiterhin monieren sie, dass Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg getroffen worden seien. Dass ihr Anliegen offensichtlich auf taube Ohren in der Kommunalpolitik gestoßen sei. Es sei doch wohl traurig, dass sie sich erst über die SVZ öffentlich Gehör hätten verschaffen müssen, hieß es mehrmals in der teils recht kontrovers geführten Diskussion.

„Ich gebe zu, dass der Beschluss der Zarrentiner Stadtvertretung 2013 etwas unglücklich gelaufen ist. Darauf begründet sich ja auch der ehemals gemeinsame Fördermittelantrag, der jetzt in zwei aufgeteilt ist. Für die Kita und den Anbau“, sagt Bürgermeister Klaus Draeger. Sein Vorschlag: „Wir setzen uns mit der Verwaltung und den Bantinern nochmal zusammen, um herauszufinden, wie wir das Problem gelöst bekommen. Wir können ja auch versuchen, einen Förderungs-Nachantrag für den Anbau zu stellen.“

Kopfnicken erntet er dafür von Thomas Bönsch: „Wir brauchen verwaltungsrechtliches Wissen, um zu prüfen, ob die Förderung für den Anbau geändert oder aufgestockt werden könnte.“

Man wolle einen Kompromiss finden, betont Dorin Hanebeck, die nicht verstehen kann, wie man überhaupt einen solch unsinnigen Beschluss habe abnicken können. „Warum kann man die genehmigten 60 Quadratmeter nicht an das alte Dorfgemeindehaus anbauen. So könnten wir es als sogenanntes multiples Haus nutzen. Dafür gibt es sogar eigens Fördertöpfe.“

 

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Donnerstag.

 

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