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Hagenower Kreisblatt

17. Dezember 2017 | 14:57 Uhr

Sumte : „Einschulung“ in der Notunterkunft

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ab sofort erhalten 56 Kinder in zwei Klassen regelmäßig am Vormittag Unterricht in zwei Klassen

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2016 | 08:00 Uhr

„Das ist ein wichtiger Tag heute in Sumte und eine besondere Freude für mich.“ Einrichtungsleiter Jens Meier begrüßte Kinder und deren Eltern in einem mit Luftballons und Girlanden schön geschmückten Raum in der Notunterkunft in Sumte zur „Einschulungsfeier“.

Meier und sein Team und viele Helfer haben es geschafft, dass nun für die Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren ein regelmäßiger Schulunterricht stattfindet. Für eine Notunterkunft inzwischen nicht mehr ungewöhnlich, obwohl die Kinder erst nach der Zuweisung in eine Kommune ein Recht auf den Schulbesuch haben.  Nach Auskunft des Niedersächsischen Innenministeriums  organisiert der größte Teil der Notunterkünfte des Landes  selbstständig eine Beschulung. Umfang, Inhalt, Anzahl und Qualifikation der Lehrkräfte würden sich aber von Unterkunft zu Unterkunft unterscheiden, was bei unterschiedlichen Größen, der Infrastruktur etc. aber auch nicht verwunderlich sei, heißt es weiter.  

Nun gibt  es also seit gestern Vormittag regelmäßigen Unterricht für die Kinder. Jens Meier bringt es in seiner kurzen Ansprache - in englischer Sprache, die dann  den Eltern und Kindern übersetzt wird - auf den Punkt: „Wir warten nicht, wir tun was.“  Die Kinder seien vorbereitet und hätten bisher auch schon Unterricht in deutscher Sprache  bekommen. Nun aber kommen andere Fächer hinzu.

Die insgesamt 56 Kinder teilen sich in zwei Klassen auf, die kleineren von sieben bis elf Jahren sind zusammengefasst  und die größeren von elf bis fünfzehn Jahren. Dieter Schmidt, pensionierter Lehrer aus Bleckede, koordiniert allen Unterricht, sowohl für die Kinder, als auch für die Erwachsenen und gibt selbst Deutschunterricht. Der Mann sei ein Geschenk für die Einrichtung, so Jens Meier, der es für besonders wichtig hält, dass die Kinder  einen geregelten  Tagesablauf  haben.

Während der Feier sitzen  die Jungen nd Mädchen aufgeregt auf den Bänken, die kleinen links, die großen rechts  und die Kindergartenkinder kommen auch noch und führen ein kleines Fingerspiel auf. Es wird gesungen und dann geht es los mit der Verteilung der Schultüten. Jedes Kind wird nach vorne gerufen und geht mit glücklichem Lächeln zurück an seinen Platz. Die Eltern fotografieren ihre „Schulkinder“  und Jens Meier kann sich kaum wehren vor lauter „Fotobegehren“ und geht in die Knie, damit er die Kinder nicht so überragt.

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