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Fragen zum Wochenende : Einmal zum Kochen nach Paris

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Sieglinde „Lindi“ Schröder ist Neuenkirchener Urgestein und eine Seele von Mensch, die als Gastwirtin nichts anbrennen lässt

von
erstellt am 29.Mai.2015 | 14:39 Uhr

Sie wohnt in einem verträumt-romantischen Dorf, das auch am Rande der Welt gut aufgehoben wäre. Die Rede ist von Gastwirtin Sieglinde Schröder. Von allen nur „Lindi“ gerufen. Eine Einheimische, die vor 62 Jahren im Ort erstmals neugierig in die Runde blickte. Um den Platz zu inspizieren, den ihr das Leben zugedacht hat. Knapp zwei Kilometer östlich des Schaalsees und nahe genug am Neuenkirchener See. Dem Ort, den sie für nichts eintauschen würde. Mit der Landschaft, auf die jeden Morgen ihr erster Blick fällt. SVZ-Redakteur Thorsten Meier stellte der gelernten Zahnarzthelferin, die seit fast 24 Jahren Betreiberin des Gasthauses am See ist und als Freundin ehrlichen Essens gilt, auf der Bank vorm Haus die beliebten Fragen zum Wochenende. Sie weiß fast alles, kennt fast jeden, ob alteingesessen oder frisch dazugezogen. Mit ihr zu plaudern, kommt einem Ausflug in die Geschichte gleich. Und geht zurück bis 1194 und dem Bau der ältesten Feldsteinkirche Westmecklenburgs. Am Horizont stehen Birken, Buchen und Eichen in unaufgeräumter Gegend. Große Seelenruhe schleicht sich ein. Ungewollt, das liegt wohl ein bisschen an der Magie des Gewässers. Und den vielen Findlingen auf dem Grundstück.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Bloß nichts anbrennen lassen. Und nie ins Mauseloch gucken, sondern in die Sonne. (haut sich vor Freude laut lachend auf die Schenkel, wie bei einem guten Witz)

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Am Herd in der Küche in meinem Gasthaus. Von dort habe ich einen ganz tollen Blick in den Garten und auf die wundervolle Landschaft.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mit Bier-Ausschenken. Das war vor etwa 50 Jahren bei meiner Mutter in der örtlichen Konsum-Gastwirtschaft.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Das weiß ich noch ganz genau: Das war für schwarz-weiße tschechische Lederturnschuhe, einen Handball aus Leder sowie ein Sportrad. Das war das Größte für mich damals. (grinst)

Wo findet man Sie am ehesten?

Am Herd, im Garten oder im Schwimmbad in Bad Bevensen und Wismar.

Was stört Sie an anderen?

Unaufrichtigkeit, Lustlosigkeit und Pessimismus.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Ich habe mit Helden nichts am Hut. Ich mag aber Menschen, die Verantwortung übernehmen, ohne zu reden. Die einfach handeln.

Was würden Sie gerne noch können?

Richtig gut Englisch sprechen können.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?

Glück muss man erkennen, wenn es da ist. Das können leider nicht viele Menschen. Ich kann es zum Glück.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Udo Lindenberg. Weil ich Zeit meines Lebens von allen Lindi gerufen werde. Ich habe das immer gehasst, werde diesen Spitznamen aber auch nicht mehr los. Am 8. Juni 2016 feiere ich das 25-jährige Bestehen meines Gasthauses, vielleicht kommt Udo Lindenberg ja mal kurz vorbei. Bei mir darf er auch seine dicken Zigarren rauchen. Versprochen...

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Sonnabend.

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