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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 10:33 Uhr

Vellahn : Einmal noch nach Amerika reisen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Das ist der Traum von Mareen Schomann. Was dabei jedoch das größte Problem ist, verrät die Vellahnerin im Interview zum Wochenende

von
erstellt am 02.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Vellahn ist ihr Zuhause. Eigentlich wollte Mareen Schomann nie irgendwo anders leben, sie hat in dem kleinen Ort an der B5 ihre Heimat und ihr Glück gefunden. Wenn auch nicht ganz freiwillig. „Meine Eltern haben nach der Wende die Gaststätte und die Kegelbahn hier in Vellahn aufgebaut“, erinnert sich die 37-Jährige. Sie ist mit der Gastronomie groß geworden. „Ich habe nach der Schule und am Wochenende immer ausgeholfen und später bei meiner Mutter auch Köchin gelernt.“ Vor knapp fünf Jahren wurde Mareen Schomann dann vor die Entscheidung gestellt: Wie geht es mit dem „Gasthaus im Bruch“ in Vellahn weiter? „Ich habe mich entschieden, ich mache es weiter und trage ab jetzt die Verantwortung.“ Als Geschäftsführerin des Restaurants und der Kegelbahn beschäftigt sie fünf feste Mitarbeiter sowie vier Aushilfen. „Im Februar ist mein Bruder aus Rostock zurückgekommen und mit eingestiegen“, fügt die Vellahnerin hinzu. Denn über mangelnde Gäste kann sich das Haus nicht beklagen. „Wir merken, dass Familienfeiern wieder zunehmen.“ Im vergangenen Jahr musste angebaut werden, um den Gasthof zu vergrößern. Auch der Karnevalsverein von Vellahn nutzt die Räumlichkeiten regelmäßig und erklärte vor etlichen Jahren die Gaststätte zum Vereinsgasthaus. Die angrenzende Kegelbahn wird regelmäßig von Gruppen und Vereinen der Region genutzt. „Am 16. April veranstalten wir wieder unser Pokalkegeln mit dem Behindertenwohnheim aus Dreilützow. Das macht immer richtig Spaß“, so die Geschäftsführerin. Einmal in der Woche kommt auch die Rentnergruppe für ein paar Stunden vorbei und nutzt die Kegelbahn.

Mareen Schomann leitet nicht nur das Gasthaus, sie ist auch in der Küche als Köchin anzutreffen. Heute nahm sich die Vellahnerin eine kurze Auszeit, um Redakteurin Nadja Hoffmann die beliebten Fragen zum Wochenende zu beantworten.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Zuhause auf der Couch, weil ich da so selten bin.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
In der Eisdiele in Vellahn. Nach der Schule bin ich da immer hin und habe ausgeholfen.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich denke hier im Konsum.
Wo findet man Sie am ehesten?
Im Geschäft.
Was stört Sie an anderen?
Ich versuche Menschen so zu nehmen, wie sie sind. Aber Arroganz, das stört mich.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Meine Eltern. Sie haben das Geschäft gemeinsam aufgebaut und viel geleistet.
Was würden Sie gern noch können?
Was ich will, das kann ich eigentlich. Mir fällt nichts weiter ein.
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Vieles... Glück ist zum Beispiel, wenn ich etwas tun möchte, dass ich das auch machen kann. Es ist Glück, wenn man das schafft.
Wen würden Sie gern einmal treffen?
Vielleicht mal einen Sternekoch, um zu sehen wie er arbeitet.
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Nicht wirklich etwas. Ich bin eher selten zu Hause. Vielleicht ein bisschen Aufschnitt für meinen Mann.
Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Die italienische Küche, aber die gibt es hier in der Nähe leider nicht.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese nicht, dazu habe ich gar keine Zeit.
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf die Familie.
Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Nach Amerika reisen. Aber das werde ich mir wohl nicht erfüllen können. Ich hasse lange Flugzeiten. Das längste war mal sieben Stunden nach Dubai, das hat schon gereicht.
Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Ehrgeizig.
Wo ist für Sie Heimat?
Hier in Vellahn. Ich war nie wirklich woanders.
Wenn Sie drei Wünsche frei hätten?
1. Gesundheit
2. Dass das Geschäft weiter so läuft
3. Glück
Verraten Sie uns, was kaum jemand über Sie weiß?
Nee, das bleibt mein Geheimnis.
Wem sollen wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Vielleicht jemandem aus dem Vorstand vom Karnevalsverein aus Vellahn.

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