Altstadtfest Hagenow : „Einmal im Jahr, da muss man feiern“

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Das Altstadtfest hat seine festen Rituale und ist vor allem der Treffpunkt für alle aus dem alten Kreisgebiet.

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25. Juni 2017, 21:00 Uhr

„Wir kämen gar nicht auf die Idee, zum Altstadtfest irgendwo anders hinzufahren. Da muss man als Hagenower da sein. Schließlich trifft man hier einfach alle, und an jeder Ecke ist etwas los“, erklärt Maik Baalhorn, CDU-Stadtvertreter. Mit seiner Meinung ist er längst nicht allein. Ungeachtet aller Buden und Verkaufsstände, bei diesem Fest trifft man irgendwann alle aus dem alten Kreis Hagenow. Zum Altstadtfest ist Hagenow wieder Kreisstadt. Und so müssen sich Bürgermeister Thomas Möller, seine vielen Gäste aber auch die Dörpschaft selbst bei dem miesesten Wetter nie Sorgen machen, dass sie zur traditionellen Eröffnung am Sonnabend um 11 Uhr allein auf dem Lindenplatz sind. So war es auch in diesem Jahr.

Trotz des Regens verfolgten viele wie der Bürgermeister sich beim Karaoke-Singen mühte und anschließend mit drei souveränen Schlägen den Zapfhahn zum Anstich ins Bierfass trieb. Mit dabei waren Gäste aller Parteien, die halbe Stadtvertretung, die Bürgermeister aus der Umgebung, die Bundeswehr, Lebenshilfe, und auch die Partner aus Mölln. Nach Anstich und dem Großteil des Programms der Dörpschaft zieht dieser Troß, das können gut 50 Leute sein, los zum Rundgang. Der führte zum Riesenrad, wo die Stadt für alle Gäste eine Runde für die luftige Aussicht spendierte.

Immer im Blick, die Stadtinformation und der Museumshof, auf dem stets Pause gemacht wird. Zwischendurch gibt es immer wieder Stopps, denn ständig trifft jemand auf Bekannte, wird in ein Gespräch verwickelt.

Hagenows Handwerker waren in diesem Jahr besonders durch den Regen gebeutelt, nur wenige hatten einen wetterfesten Stand aufgebaut.

Das Lutherjahr ist ganz besonders im Blick die Kirche, die in diesem Jahr ihre Glockenspendaktion in den Vordergrund rückte. Ein Thema, bei dem auch der zu den Linken gehörende Bürgermeister Thomas Möller dem Pastor Thomas Robatzek sehr genau zuhörte. Schließlich geht das Geläut der Kirche die ganze Stadt etwas an.

Auch traditionell, der Abschluss des Rundganges bei der Lebenshilfe. Früher wurde zu einem Imbiss in das Rathaus eingeladen, seit die Lebenshilfe das Café Sophie betreibt, trifft man sich dort. Die Stadt lädt ein, die Lebenshilfe füllt das mit Leben, bei den anschließenden Gesprächen wird vieles für die Region Wichtige der kommenden Monate besprochen.

Man kennt sich, man trifft sich, das gilt nicht nur für die Ehrengäste sondern für alle. Denn der Andrang ist so groß, dass man garantiert jemanden trifft, den man lange nicht gesehen hat. Die Dörpschaft, die sich neben ihren Gassenhauern und den Einlagen der Showtanzgruppe auch immer mehr auf Volkslieder spezialisiert, weiß das. Einer ihrer Klassiker hat dann auch die Liedzeile: „Einmal im Jahr, da muss man feiern“.

Diese Aufforderung haben die Schützen von der Hagenower Zunft eigentlich nicht nötig. Tapfer beanspruchen sie jedes Jahr wenigstens eine halbe Stunde des bunten Treibens im Herzen der Stadt für sich, schließlich sind sie Mit-Namensgeber. Der Schützenkönig wird proklamiert, und wieder ist es eine Frau geworden. Die amtierenden Schützenkönigin Helene Bachmann-Ebel ist auch für das kommende Jahr die neue Königin. Sie setzte sich beim entscheidenden Schießen durch, neuer Jugendschützenkönig ist Luis Schugg. Anders als in den vergangenen Jahren blieben die Schützen dieses Mal vom Regen verschont.

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