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Hagenower Kreisblatt

17. Dezember 2017 | 09:17 Uhr

Rosien : Einen so langen Weg zurückgelegt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Am 11. Februar feiert Wilhelm Tewes aus Rosien seinen 105. Geburtstag. Seit knapp zwei Jahren lebt er in der Pflegeeinrichtung Lobetal

Im Alter von 100 Jahren ist Wilhelm Tewes zum letzten Mal mit seinem geliebten, grünen Trabbi unterwegs gewesen. Doch kurz danach kam viel Eis und Schnee und später ein Sturz mit einem Oberschenkelhalsbruch und da ging es dann wirklich nicht mehr. Das war vor fünf Jahren. Und bald, am 11. Februar, wird er seinen 105. Geburtstag feiern.

„Sein Bewegungsdrang ist aber ungebrochen“, erläuterte sein Sohn Wilhelm, der ihn zusammen mit Ehefrau Karin gestern in der Pflegeeinrichtung in Lobetal besuchte. Mit dem Rollstuhl würde er innerhalb der Gebäude, die alle miteinander verbunden sind, noch oft rüber zur Tagespflege „wandern“, indem er den Rollstuhl mit den Füßen bewegt. Das Hören ist nicht mehr so gut, aber das Essen schmeckt und er fragt die SVZ-Redakteurin, ob sie denn etwas über ihn „in die Zeitung setzen“ will.

Als Wilhelm Tewes 1912 in Rosien, Am Katzenschwanz geboren wurde, stand der Erste Weltkrieg vor der Tür. Der größte Einschnitt in seinem Leben als Landwirt war sicher der Zweite Weltkrieg, den er in Südfrankreich und später in Italien erlebte. In Cortina d’ Ampezzo in den Dolomiten war Schluss und er schlug sich von dort aus durch bis nach Hause. Fällt heute das Stichwort „Cortina d’ Ampezzo“, dann sind die Erinnerungen sofort wieder da. „Als er fast 90 Jahre alt war, haben wir mit ihm zusammen in Norditalien Urlaub gemacht und sind auch nach Cortina hingefahren und er konnte sich an bestimmte Ecken noch sehr gut erinnern“, ergänzt Karin Tewes. Gelebt hat er immer in Rosien, fast jeder in Neuhaus und Umgebung kannte ihn und seinen grünen Trabbi.

Schon 1989 starb seine Frau Marie, aber er wurde gut umsorgt von seinen Kindern, zuletzt auch mit Unterstützung des ambulanten Pflegedienstes. Erst seit knapp zwei Jahren lebt er in der Einrichtung in Lobetal. „Er lernte Lobetal während einer Kurzzeitpflege kennen, als wir Urlaub machten. Das hatte ihm gut gefallen und als später ein Platz frei wurde, ist er hierher gezogen“, so Karin Tewes, die zusammen mit ihrem Mann jetzt in Sittensen bei Bremen lebt. Sie machen sich alle 14 Tage auf den Weg nach Lübtheen, das nächste Mal am 11. Februar.

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