Das neue Verkehrskonzept für Hagenow wird konkret : Einen Gang zurück - Tempo 30 im Ort

Die  Tempo-30-Zone soll ausgweitete werden. Foto: Archiv
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Die Tempo-30-Zone soll ausgweitete werden. Foto: Archiv

Hagenows neues Verkehrskonzept steht und könnte am Donnerstag von den Stadtvertretern abgesegnet werden. Ziel: den Verkehr in der Innenstadt zu beruhigen. Dafür empfiehlt der Planer die Tempo-30-Zone auszuweiten.

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05. März 2013, 09:54 Uhr

Hagenow | Hagenows neues Verkehrskonzept steht und könnte am Donnerstagabend von den Stadtvertretern abgesegnet werden. Ziel: den Verkehr in der Innenstadt beruhigen. Dafür empfiehlt der Planer, die bestehende Tempo-30-Zone auszuweiten, Knotenpunkte wie in der Hagen-/Poststraße zu entlasten - etwa durch Kreisverkehre - und Platz für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen.

"Die Vorschläge haben durchaus etwas", sagt Detlef Schlüter im letzten Bauausschuss. Der Vorsitzende würde es begrüßen, wenn Hagenow die Chancen nutzt, etwas zu realisieren. Schließlich habe nicht jede Stadt so ein Konzept in der Schublade.

Abhängig von Haushaltsmitteln und Fördermöglichkeiten könnten mittelfristig erste Bereiche angegangen werden. Oberste Priorität: Sanierung und Umbau der Fritz-Reuter-Straße. Laut Dirk Wiese, Fachbereichsleiter Bauen, Ordnung, Gebäude, ist die Vorplanung dafür bereits im Haushalt berücksichtigt worden. Ein Tempolimit soll dort den Verkehr beruhigen, ohne dadurch den Fluss zu stören. Denn die Straße sei gleichzeitig Umleitungsstrecke, sobald die Feldstraße gesperrt ist, so Wiese. Die bislang "schlechten Gehwege" sollen barrierefrei werden. Auch zu Gunsten der Senioren, die im Umfeld wohnen.

Zweite Priorität: die Hagenstraße, konkret der Knotenpunkt zur Poststraße. Hier sieht der Planer Tempo 30 und einen Umbau vor. Die Fahrbahn soll schmaler ausfallen, dafür der Radverkehr mit einfließen. Über einen Radfahrschutzstreifen etwa. Ähnliche Umbauten empfiehlt der Planer auch für andere Straßen im Zentrum.

"Solche Widerstände verlagern den Verkehr raus aus der Innenstadt", schätzt Dirk Wiese. Er hält viele Ansätze für gut, betont aber, dass es sich um Empfehlungen handelt. "Bestimmte Maßnahmen wollen wir angehen", sagt der Fachbereichsleiter. Ohne zeitlich einen Rahmen abzustecken. Ob sanierungsbedürftige Straßen oder bereits sanierte, wie die Parkstraße. Sie ist ein weiterer Schwerpunkt im Verkehrskonzept. Anwohner hätten darauf hingewiesen, dass dort größere Fahrzeuge in erhöhter Frequenz lang rollen. "Sie ist aber auch eine innerörtliche Verbindungsstraße", erklärt Wiese. So sei sie ausgebaut und gefördert worden, und das werde auch so bleiben.

Wie der Verkehr dort wirklich fließt, haben die Mitarbeiter des Planungsbüros geprüft. Ergebnis: Die Funktion als Verbindungsstraße ist richtig eingestuft worden. Nur an den Knotenpunkten müsste etwas getan werden, erklärt Dirk Wiese. Minikreisverkehre seien ein Weg. Was platzmäßig möglich ist, müsse dann geprüft werden.

Um den Innenstadtverkehr zu entlasten, sollte laut Planer auch das Netz für die Radfahrer mit Haupt- und Nebenrouten ausgebaut werden. Durch Radfahr straßen zum Beispiel. "Die Aufwertung des Radverkehrs war lange ein wichtiges Thema", unterstreicht der Bauausschussvorsitzende Detlef Schlüter. Beispiel Lange Straße. Nachdem die Laster raus sind, müsse man es dort angehen. Schon mit wenig Aufwand könnte man das schaffen. Durch Schilder etwa, die den Weg auch für den Gegenverkehr per Rad freigeben.

In Sachen Öffentlicher Nahverkehr appelliert der Planer unter anderem, die Haltestellen durch konkrete Bezeichnungen mit Straßennamen aufzuwerten und mehr Werbung zu machen.

In der öffentlichen Stadtvertretersitzung am Donnerstag um 18 Uhr im Rathaussaal werden Einzelheiten des Verkehrskonzepts vorgestellt.

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