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Zweedorf : Eine Zeitreise in die Vergangenheit

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gaukler, Ritter und Burgfräulein schlagen nach zweijähriger Abwesenheit ihr Zeltlager in Zweedorf auf

Die Knappen, Gaukler, Sänger und Händler hatten am Wochenende Zweedorf wieder fest in der Hand. Auf dem Dorfplatz bauten sie ihr mittelalterliches Heerlager auf und entführten die Besucher einige Jahrhunderte zurück in die Vergangenheit.

„Entstanden ist der Mittelaltermarkt zur 650 Jahrfeier von Zweedorf“, erzählt Frank von Domarus, der die Feste seitdem organisiert. Alle zwei Jahre trifft sich die Truppe nun in seinem Heimatort, um die Mittelaltermarkt-Saison einzuläuten. „Hier findet der erste Markt statt. Und dann verteilen wir uns in ganz Deutschland.“

Doch nicht nur für die gut 120 Teilnehmer war das Wochenende bunt, fröhlich und auch kämpferisch. Auch die Besucher konnten viel erleben. „Angefangen haben wir den Markt als kleine Anti-Kommerz-Aktion. Auch heute wollen wir vor allem für Familien und Kinder ein Programm bieten, bei dem sie für kleines Geld Spaß haben“, so von Domarus.

Immer wieder für Begeisterung sorgen dabei die mittelalterlichen Waffenübungen und Kämpfe wie Schildwall, Zweikämpfe, die freie Schlacht oder auch Bogenschießen-Wettkämpfe. Natürlich können sich auch die kleinsten Besucher beim Axtwerfen oder Schießen mit Pfeil und Bogen ausprobieren. Zu bestaunen sind auch die mittelalterliche Handwerkskunst und Händler, die ihre Waren auf dem Markt anbieten.

„Wir haben drei Bands auf dem Platz“, so der Organisator. Darunter auch seine eigene Band „Die Lautlosen“ und die Gruppe „Unvermeydbar“. Auf ihren Dudelsäcken, Trommeln und Flöten sorgen sie für die musikalische Umrahmung. Zum ersten Mal in dieser Konstellation dabei ist die Musikgruppe „Náe Borrá“. Die Männer mit der etwas anderen traditionellen schottischen Musik stammen aus Deutschland und Schottland und spielen auf den mittelalterlichen Instrumenten traditionelle, selbstgeschriebene und moderne Musik.

Der Mittelaltermarkt wird immer wieder gern von Besuchern aus Zweedorf aber auch aus der Umgebung besucht, so Frank von Domarus. Und gerade die kleinen spontanen Spielchen, initiiert von den Marktbetreibern, sorgen zwischendurch immer wieder wieder für viel Applaus und gute Laune – wenn sich zum Beispiel die Männer beim Baumstammweitwerfen gegenseitig übertreffen.

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erstellt am 02.Mai.2016 | 12:00 Uhr

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