Wittenburg : Eine Malve, die keine Pappel ist

Im Garten von Walter Hegenbart stehen in diesem Jahr zwei Samptpappeln. Fotos: Hirschmann
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Im Garten von Walter Hegenbart stehen in diesem Jahr zwei Samptpappeln. Fotos: Hirschmann

Samtpappel: Walter Hegenbart hat eine hierzulande noch recht seltene Pflanze auf seiner Scholle stehen.

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19. September 2017, 12:00 Uhr

Der Großteil der Früchte ist im Garten von Walter Hegenbart in Wittenburg abgeerntet, der Herbst hat Einzug gehalten. Auf den brachen Flächen fallen allerdings zwei grüne Pflanzen mit kleinen gelben Blüten auf. „In jedem Jahr wächst die Samtpappel an einem anderen Ort“, weiß der Kleingärtner zu erzählen. Und wer glaubt, dass die Samtpappel ein Baum ist, der täuscht sich. Die Pflanze ist ein Malvengewächs (siehe Info-Kasten rechts).

Seit etwa zehn Jahren wächst die Samtpappel in seinem Garten. „Plötzlich war sie da. Als ich die Blätter sah und anfasste, dachte ich mir, dass ich die Pflanze stehen lassen werde“, erzählt er weiter. Allerdings konnte er über viele Jahre nicht erkunden, um was für ein exotisches Gewächs es sich denn nun handelt. In Wittenburg nicht und auch nicht in Neuhof.

Ernst Müller, ein Bekannter in Hagenow, half ihm nun weiter auf dem Weg der Erkenntnis. „Er schrieb an die Gartenzeitung und erfuhr, dass es sich bei der Pflanze in meinem Garten um eine Samtpappel handelt, sie ist einjährig, und die Samen können über lange Jahre überdauern. Die Rede ist sogar von 50 Jahren“, erzählt der Blumenfreund weiter. Angeblich schade kein Unkrautbekämpfungsmittel der Samtpappel, die sich vor allem in Sachsen auf landwirtschaftlichen Kulturen breit macht. Aber soweit ist es auf den Flächen des Wittenburger Kleingärtners nicht. „Ich freue mich immer, wenn eine Pflanze gedeiht, die nicht jeder hat, und die so ähnlich wie eine Zimmerlinde aussieht“, sagt er.

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