zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

17. Dezember 2017 | 20:34 Uhr

Jubiläum : Eine Hagenower Institution wird 50

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Schüler und Lehrer der Heincke-Schule stecken in den Vorbereitungen für ihren großen Jubiläumstag / Geschichte wird nicht verklärt

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 09:46 Uhr

Sie hatte viele Jahre selbst für Ost-Verhältnisse einen sperrigen Namen: „15. Jahrestag der DDR“. Mit ihrem Start vor 50 Jahren am Prahmer Berg bekamen die Offiziellen die Überfüllung an der Hagenower Schule am Mühlenteich endlich in den Griff. In ihr sind Generationen von Lehrern und Schülern tätig gewesen. Als Regionale Schule mit dem seit zehn Jahren selbst gewählten Namen „Dr. Friedrich Heincke“ hat sie noch immer einen guten Ruf. Nun ordnet sich in den kommenden Wochen sehr viel dem großen Jubiläum unter. Das will die Mannschaft unter der Schulleiterin Kirsten Schmidt zwar würdevoll aber auch ohne jegliche Übertreibungen begehen.

Der zweite Oktober wird der große Tag werden, verriet Lehrer Andreas Thorun, der sich mit den größeren Schülern in einem Projekt um einen Teil der Vorbereitung kümmert. Doch es soll längst nicht nur um die Geschichte dieser großen Hagenower Schule gehen. Obwohl diese sehr umfangreich dokumentiert ist, wie die Bildersammlung im Atrium schon beweist. Doch es geht nicht nur um eine lückenlose Chronik und alte Bilder. Es geht um ein Stück Stadtgeschichte. Zudem sind bei den Vorbereitung alle 285 Schüler und 23 Lehrer eingebunden. Herauskommen soll dabei auch ein Kulturprogramm, das alle Jahrzehnte der Schulentwicklung streift. Derzeit ist z. B. an eine Modenschau für die 1980-er Jahre gedacht.

Vor allem aber, das ist der stellv. Schulleiterin Sabine Schwarz wichtig, sind alle Lehrer, die einmal an der Schule gearbeitet und gewirkt haben, zum Jubiläum eingeladen. „Wir können wirklich nicht jeden einzelnen anschreiben, wir würden doch den einen oder anderen vergessen. Bitte anmelden.“

Als die Schule vor 50 Jahren entstand, war nicht nur die Rekordbauzeit von einem Jahr beachtlich. Vor allem herrschte bei Schülern und Eltern große Erleichterung, weil durch den Neubau die drangvolle Enge an der Mühlenteichschule gelindert wurde. Dort mussten über Jahre mehr als 1000 Schüler unterrichtet werden, in unterschiedlichen Schichten. Teilweise war es so eng, dass auch in den umliegenden Ortschaften wie Toddin unterrichtet wurde, erinnert sich die frühere Lehrerin Christa Bröderdörp-Krause. Obwohl die Schule nach dem 15. Jahrestag der DDR benannt wurde, hieß sie im Volksmund eigentlich nur Schule II oder auch scherzhaft Pappschule, wegen der dünnen Wände.

Nach der Wende blieb es bei der sachlichen Bezeichnung, bevor man sich später den Namen Friedrich Heincke aussuchte. Er war ein berühmter Zoologe und Fischwissenschaftler und kam aus Hagenow.

Trotz vieler Widerstände war vor wenigen Jahren der Umzug vom Prahmer Berg in die Möllner Straße unvermeidlich. Vor allem weil das Geld für die Sanierung der alten Schule fehlte und man eine Belegung für die Doppelschule in der Neuen Heimat brauchte Eine Wunde, die trotz der neuen Ausstattung noch immer nicht geschlossen ist. Dem Zusammenhalt in der Schule hat das jedoch nicht geschadet. Noch immer hat die Regionale Schule einen guten Ruf bis in das Umland hinein.

Die Festveranstaltung findet am 2. Oktober in der Schule statt. Beginn ist um 14 Uhr. Zugleich gibt es die Ausstellung „Schulalltag in den letzten 50 Jahren“. Danach beginnt um 16 Uhr der Tag der offenen Tür für alle Interessierten. Anmeldungen unter 03883 723012 oder email: realschule-II-Hagenow@t-online.de

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen