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Fragen zum Wochenende : Eine freundlich direkte Sächsin

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Claudia Arnold aus Hagenow investiert sehr viel Herzblut in ihre Arbeit als Pädagogin im Gymnasialen Schulzentrum Wittenburg

von
erstellt am 09.Jan.2015 | 17:30 Uhr

Mit solchen Sprüchen, wie: „Die Jugend taugt nichts“, „Die soll unsere Rente erarbeiten?“ oder „Mit den jungen Leuten ist doch heute nichts los“ braucht man ihr gar nicht kommen. Claudia Arnold hat eine hohe Meinung von den jungen Leuten, die sie selbst als interessante, kluge Kinder bezeichnet, die „irgendwann wissen, was sie wollen“. Sie weiß, wie sie denken, warum sie mitunter anders erscheinen und dass sie ihren Weg gehen werden. Die 53-jährige Hagenowerin ist Pädagogin am gymnasialen Schulzentrum in Wittenburg. Am Gymnasium arbeitet die gebürtige Sächsin (in der Nähe von Pirna geboren) seit 23 Jahren. Zuvor war sie zu DDR–Zeiten seit 1983 an der damaligen POS „Willi-Bredel“ tätig. Ihre Fächer sind Russisch und Englisch. Nach der Wende studierte sie Philosophie, was sie als ausgesprochene Bereicherung ihres Wissens empfand. Die Anregung für dieses Studium erhielt sie übrigens von ihren Schülern, die oft mehr wissen wollen als der erste Blick hergibt, die die Dinge hinterfragen möchten. Ihre Augen fangen an zu leuchten, wenn sie von ihren Schülern spricht, speziell von den jungen Leuten aus ihrer Klasse 9a, die im Jahre 2018 ihr Abitur machen werden, für die sie nach eigenen Worten sehr viel Herzblut investiert. Und dieses tägliche Geben und Nehmen sei zudem ein gutes Mittel, um mit den Schülern jung zu bleiben. Nach den vielen Jahren als Pädagogin gehe sie nach wie vor jeden Morgen gut gelaunt in den Unterricht. Dieter Hirschmann von der SVZ stellte ihr die Fragen zum Wochenende.
Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Tätig sein und bewusst genießen. Ich möchte nicht so viel wie möglich erleben, sondern das, was ich erlebe, will ich ganz bewusst wahrnehmen.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Im Sommer der Strandkorb auf meiner Terrasse und im Winter meine Couch. Aber auch ein paar Quadratmeter Strand mit Blick aufs Meer sind ein wunderschöner Ort, die Weite und Ruhe sind mir dabei wichtig.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit dem Sammeln von Kartoffeln in Bad Gottleuba, also im Gebirge auf schrägen Hängen, was das Sammeln nicht unbedingt vereinfachte.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich kaufte mir damals ein Paar Ski, weil wir gleich hinter der Haustür gut Ski laufen konnten.
Was stört Sie an anderen?
Unaufrichtigkeit.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich habe Achtung vor allen Menschen, die ihren Job machen, die etwas mehr geben als sie nehmen und vor allen Eltern, die ihre Kinder gut erziehen und mit Werten, Tugenden und klaren Regeln ausstatten. Die nicht verlangen, dass Schule alles leisten soll. Und ich bin froh, dass wir viele dieser Eltern haben.
Was würden Sie gerne nochkönnen?
Lateinamerikanische Tänze richtig flott tanzen, Salsa, Jive oder Samba.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Wochenende.

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