Wachsamer Chef : Einbruch: Dumm gelaufen für Täter

Schlechte Karten für den Einbrecher, denn schon kurz nach seinem gewaltsamen Eindringen konnten ihn Polizeibeamte bereits  festnehmen.
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Schlechte Karten für den Einbrecher, denn schon kurz nach seinem gewaltsamen Eindringen konnten ihn Polizeibeamte bereits festnehmen.

Noch auf frischer Tat konnten alarmierte Polizeikräfte in einer Wittenburger Firma einen dreisten Dieb beim Fernseh-Klau erwischen

svz.de von
26. Dezember 2013, 07:45 Uhr

Weil er ungewöhnliche Geräusche kurz nach Mitternacht des 17. Dezembers vernahm, stieg der Geschäftsführer eines Wittenburger Unternehmens, er wohnt auf dem Firmengelände, aus dem Bett, um am Fenster nachzuschauen. Und sah  zwei Scheinwerferkegel eines  fremden Fahrzeuges, weniger später stieg auch eine Person aus.

„Das kam dem Mann doch sehr verdächtig vor, er zog sich an und begab sich nach unten. Durch eine Tür hatte sich der Täter bereits gewaltsam Zugang verschafft und war dabei, einen Flachbild-Fernseher samt Ausrüstung von der Wand zu demontieren“, berichtet Egon Gruhlich aus den Ermittlungsakten. Als der Geschäftsführer dies gesehen habe, hätte er sich leise zurückgezogen und sofort telefonisch die 110 gewählt. Gelandet sei er daraufhin in der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Rostock.

„Die Kollegen  haben sofort zwei Streifenwagen im Hagenower Polizeirevier alarmiert sowie zwei Funkstreifen aus der Landeshauptstadt Schwerin. Außerdem wurde der Kriminaldauerdienst der Polizeiinspektion Ludwigslust verständigt, um Spuren zu sichern und die Vernehmung des Beschuldigten durchzuführen. Der Anrufer hatte auch das Kennzeichen notiert und an die Polizei weitergegeben“,  erzählt  der Chef der  Kriminalpolizei Hagenow weiter.  Um Punkt 1.17 Uhr hätten schließlich  die Hagenower Beamten den Mann auf frischer Tat geschnappt.

 „Das Diebesgut war bereits im Auto verladen. Der Einbrecher  wird sich nun für seine Tat verantworten müssen und die Staatsanwaltschaft  zu gegebenem Zeitpunkt Anklage erheben“, sagt Gruhlich und spricht vom Überraschungsmoment. „Dumm gelaufen für den Einbrecher, er war völlig perplex und hat keinen Widerstand geleistet. Wahrscheinlich hat er sich für absolut clever gehalten und niemals damit gerechnet, erwischt zu werden.“ Der 44-jährige Schweriner sei für die Polizei kein unbeschriebenes Blatt, weiß der Kripo-Chef im  SVZ-Gespräch und lobt das sehr gute Zusammenspiel zwischen Einsatzleitstelle, den Einsatzkräften aus Hagenow und Schwerin sowie  des Kriminaldauerdienstes.

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