Girls’ Day in Hagenow : Einblicke in Berufswelt

Polizeiobermeister Frenk Pinkatschek stellt Drogensuchhund „Shorty“ vor.
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Polizeiobermeister Frenk Pinkatschek stellt Drogensuchhund „Shorty“ vor.

Im Zuge der Berufsorientierung konnten sich Mädchen in allen Branchen informieren.

svz.de von
23. April 2015, 21:00 Uhr

Wie funktioniert ein Hubschrauber,  wie entsteht ein Zeitungsartikel und warum ist vorbeugender Brandschutz so wichtig? Diese und viele weitere Fragen bekamen die Mädchen an ihrem gestrigen Girls` Day von Praktikern aus den unterschiedlichsten Bereichen im gesamten Landkreis  beantwortet.

So passte es gestern ganz gut, dass der Polizeihubschrauber in der Nähe von Lübtheen einen Foto-Einsatz hatte. Eine Stippvisite in Hagenow war deshalb möglich. Wer wollte, hatte also die Möglichkeit, einen Blick ins Cockpit zu werfen.

„So lange ich mich zurück erinnern kann, will ich Polizistin werden“, sagt Lee-Ann Zuhl, Schülerin der  Europaschule. Hier habe sie die Möglichkeit, sich über die Berufsbilder zu informieren.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten es bei der Ordnungsmacht gibt, darüber haben sich auch Tanja Hildwein aus Jesow, sie ist Schülerin in Vellahn, und Katharina Schröder aus Vellahn, einen Überblick verschafft.

Insgesamt waren 17 Mädchen ab der achten Klasse aus Schulen in Boizenburg,  Wittenburg, Hagenow, Ludwigslust, Schwerin und Vellahn in das Hagenower Polizeirevier gekommen.  „Wir wollen mit dem  Tag zeigen, wie umfangreich das Berufsfeld des Polizisten ist“,  erklärt Präventionsbeamtin Melanie Wegendorf. 

Die jungen Gäste konnten sich an vier Stationen über das Aufgabengebiet der Polizei informieren. Neben dem Hubschrauber konnte ein Kontrollfahrzeug der Autobahnpolizei Stolpe in Augenschein genommen werden. Ein Mitarbeiter der Güstrower Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege informierte über Ausbildungsmöglichkeiten.

Auch  das Forstamt in Radelübbe hatte Mädchen eingeladen, um sie über Berufe in der Forst zu informieren. Katharina Dodda  vom Goethe-Gymnasium Ludwigslust, Josephine Schiele  und Lara Jessika Stachowiak  von der Dr.-Hans-Alban-Schule Rastow erlebten den Girls` Day bei den Forstleuten. Bärbel Stecker, Ines Kuhla sowie Revierförster Matthias Fiedelmann kümmerten sich um die Mädels. „Wenn die Schüler sich bei uns melden, sind sie gern gesehen. Immerhin wollen wir ihnen Berufe in der Forstwirtschaft näher  bringen, weil die Arbeitswelt bei uns ja nicht unbedingt frauentypisch ist“, sagt die Büroleiterin des Forstamtes Bärbel Stecker im SVZ-Gespräch. Betrachtet man den Frauenanteil in den Forstämtern, so ist er in der Verwaltung stärker vertreten als in den Revieren. Die Mädchen im Forstamt konnten sich mit der Technik vertraut machen und fuhren dann mit dem Revierförster Matthias Fiedelmann raus, um zu sehen, wie die Pflege des Waldbrandwundstreifens erfolgt. Aufgrund des Sturmes musste ein Baumstamm von einem Streifen beseitigt werden.  „Aufgrund der anhaltenden Trockenheit müssen wir hier jetzt ein besonderes Augenmerk auf den vorbeugenden Brandschutz legen. Derzeit besteht die Waldbrandstufe 3, und deshalb müssen die Streifen draußen im Wald ihren Zweck erfüllen, es dürfen dort keine umgestürzten Bäume liegen“, sagte Matthias Fiedelmann.

Nach den Worten der Hagenower Gleichstellungsbeauftragten Heike Schweda ist die Resonanz bei den jungen Leuten auf die Angebote aus den unterschiedlichen Bereichen in diesem Jahr sehr gut. Viele hätten sich selbst in den Unternehmen einen Platz gesucht.

„Der Girls` Day hat sich bei uns in der  Region zu einem Selbstläufer entwickelt und viele Unternehmen kümmern sich hervorragend um die jungen Teilnehmer“, sagte sie gestern im SVZ-Gespräch.  Über die Arbeit  einer Zeitungsredaktion informierten sich Gymnasiastinnen aus Wittenburg.

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