Boizenburg : Ein Zuhause für Hebammen

Stolz steht Stefanie Schaar vor dem Eingang der zukünftigen Hebammen-Praxis.
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Stolz steht Stefanie Schaar vor dem Eingang der zukünftigen Hebammen-Praxis.

Stefanie Schaar und Andrea Voigt haben nach langer Suche geeignete Räume für ihre neu Hebammen-Praxis gefunden. Die Versorgung von Schwangeren soll so künftig gewährleistet sein.

svz.de von
02. Januar 2018, 05:00 Uhr

„Wir freuen uns sehr, dass wir endlich etwas passendes gefunden haben“, fällt Stefanie Schaar ein Stein vom Herzen. 

Die junge Hebamme und ihre Kollegin Andrea Voigt suchten schon eine geraume Zeit  geeignete Räume für eine Hebammen-Praxis in Boizenburg. „Wir tragen uns bestimmt schon seit anderthalb Jahren mit dem Gedanken herum, hier  etwas  eigenes aufzubauen“, berichtet die 26-Jährige Schaar, die seit mittlerweile fünf Jahren als Hebamme arbeitet. Die Räume, in denen sie bisher ihre Kurse abhielten, wurden einfach zu klein.

Unkompliziert war der Weg für die beiden Frauen dabei nicht.  „Wir haben immer geschaut, wo es etwas freies gibt, aber entweder waren die Mieten zu hoch oder die Räume für unsere Anforderungen nicht ausreichend. Hier haben wir nun genug Platz für unsere Kurse und sogar noch einen kleinen Raum für mögliche Behandlungen“, fährt die Hebamme stolz vor dem Eingang der zukünftigen Praxis, am Kirchplatz 8, mitten in der Boizenburger Altstadt fort, deren Eröffnung  für den Februar 2018  angedacht ist.

Und  Grund, Stolz zu sein, haben die zwei Frauen gleich im mehrfachen Sinne. Haben sie sich doch in kompletter Eigenregie um die Realisierung ihrer Praxis  gekümmert. „Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Beate Benz, hat sich zwar auch bemüht, etwas für uns zu finden, am Ende war da aber leider kein geeignetes Objekt dabei“, so Schaar. Das alles bewerkstelligten sie nicht nur neben ihrer Anstellung in einem Krankenhaus in Geesthacht und den Besuchen bei den Frauen vor Ort, sondern auch trotz der enormen finanziellen Belastung, die der Beruf aus versicherungstechnischen Gründen mit sich bringt. Dabei folgten sie stets dem Motto: „Wir sind Hebammen, um Geburten zu machen. Alles andere organisieren wir noch drumherum.“

Schaar und Voigt füllen nun zukünftig eine Lücke, die immer größer zu werden drohte. „In Boizenburg gab es schon immer einen Mangel an Hebammen und demnächst hören auch noch zwei Kolleginnen auf, da wird die Situation richtig akut“, erklärt die junge Frau und ergänzt: „Wir mussten sogar schon Frauen absagen.“

Mit der Praxis sei den Schwangeren sowie den frischgebackenen Müttern nun jedoch ein Rundumpaket geboten. Dabei trifft der Begriff den Nagel auf den Kopf. Schaar und Voigt kümmern sich, getreu ihrem Motto, nämlich nicht nur um die Versorgung der Frauen vor und nach der Geburt. Sie geben gerade jungen Müttern Ratschläge, die Bürokratie, die ein entstehendes neues Leben zur Folge hat, zu meistern.

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