Boizenburger Elbberg : Ein Wohngebiet mit viel Freude

Der Spatenstich - Ein Moment für die Ewigkeit: Zumindest für die zukünftigen Bewohner des Wohngebietes „Elbgarten“ in Boizenburg.
Der Spatenstich - Ein Moment für die Ewigkeit: Zumindest für die zukünftigen Bewohner des Wohngebietes „Elbgarten“ in Boizenburg.

Offiziellen Startschuss für den „Elbgarten“ auf dem Boizenburger Elbberg gegeben

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28. Februar 2020, 20:00 Uhr

Die Bagger rollen unaufhörlich auf dem Elbberg am Boizenburger Vier. Viel Erde wird bewegt und auch die Abrissarbeiten an dem ehemaligen Heizwerk der einstigen Elbewerft schreiten voran. Eigentlich kein ungewohntes Bild, wenn ein zukünftiges Baugebiet erschlossen und hergerichtet wird beziehungsweise werden soll.

In einem Jahr stehen hier die ersten Häuser

Auf dem Elbberg haben sich gerade am Donnerstag aber doch ein paar Gäste eingefunden, die sonst eigentlich nicht hierher gehören. Zumindest jetzt noch nicht. Die VR-Immo hat all jene, die Interesse an den insgesamt 48 Baugrundstücken bekundet haben, zum offiziellen Startschuss für den „Elbgarten“ geladen. Unter diesem Namen firmiert das Projekt, dass bei den Entscheidungsträgern der Stadt bisher als Bebauungsplan Nr. 24 bekannt war. „Vor einem Jahr haben wir noch Analysen gemacht und jetzt sieht es hier schon so aus“, freute sich Werner Hinz mit einer ausladenen Geste vor den vielen Gästen, die sich trotz des aktuellen Schlamms auf dem Baugebiet und des noch unwegsamen Geländes nicht gescheut haben, ihr zukünftiges Heim zumindest schon einmal vor dem geistigen Auge vor Ort näher zu betrachten.

Hinz, als Gesellschafter von VR-Immobilien, die für den Vertrieb der Grundstücke verantwortlich zeichnet, beließ es jedoch nicht bei dieser einen Bemerkung zum Fortschritt, der sich seit dem 10. Mai 2019 an dieser Stelle abzeichnet. „Noch ein Jahr weiter und wir werden hier die ersten Häuser sehen“, ist sich Werner Hinz sicher. Am Ende soll an dieser Stelle Wohnraum für bis zu 150 Menschen entstehen.

Betreuungssituation von Kindern große Aufgabe für die Zukunft

Einen ganz besonderen Bewohner dieses Ortes ließ der Mann von der VR-Immo hierbei auch am Donnerstag nicht unerwähnt. „Der Uhu fliegt hier immer noch“, gab er allen Anwesenden mit auf den Weg. Er wies hiermit sogleich auf Bedenken hin, die sich unter Boizenburgern breit gemacht haben bezüglich dieses Tieres, das eine Heimat in der Ruine des einstigen Heizkraftwerkes gefunden hat.

Etwas Bedenken hatte bei all der Freude über den Fortgang beim Baugebiet unterdessen auch Boizenburgs Bürgermeister Harald Jäschke. Auch er war vor Ort und auch er ging auf den Uhu ein. Besonderes Augenmerk legte er während seiner Worte an die Gäste am Donnerstag aber auf die Herausforderungen, die mit den zukünftigen Bewohnern des „Elbgartens“ auf die Stadt zukommen. „Wir wachsen“, stellte Jäschke knapp fest. Das Wachstum würde allerdings auch bedeuten, dass Kinder nicht lange auf sich warten lassen würden. Bei der Betreuungssituation, die aktuell in Boizenburg bereits teilweise prekär ist, sei dies eine große Aufgabe für die Zukunft. Vor allem, weil es eben auch junge Menschen, die aktuell noch nicht in Boizenburg wohnen, von außerhalb in den „Elbgarten“ zieht.

Allzu schwarz wollte aber auch Harald Jäschke das Bild nicht malen. Ist er sich doch auch sicher, dass Probleme immer gelöst werden können. Davon ist auch Aileen Schmidek überzeugt. Sie ist Boizenburgerin und war am Donnerstag auch auf dem Elbberg, um ihr zukünftiges Grundstück schon einmal in Augenschein zu nehmen. Sie freut sich auf die neue Aufgabe, die ihr bevor steht und ist auch erstaunt darüber, wie schnell das Baugebiet immer weiter erschlossen wird.

Mehr zum Thema: Was passiert am Elbberg?

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