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Hagenower Kreisblatt

12. Dezember 2017 | 19:22 Uhr

Konau : Ein Verein hat immer noch viel vor

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Jahreshauptversammlung des Förderverein Konau im „Gelben Richard“. Verein ernannte Werner Hüls zum Ehrenmitglied

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Seine eigentliche Aufgabe, das einzige in Deutschland erhaltene Marschhufendorf in seinen Strukturen zu erhalten beziehungsweise wieder herzustellen und die Grundstückseigentümer bei dieser Arbeit zu beraten und zu unterstützen hat der Förderverein Konau längst erfüllt. Konau ist ein Schmuckstück an der Elbe.

Dass aber immer noch genug zu tun ist, wurde während der Jahreshauptversammlung des Vereins im „Gelben Richard“ klar. Doch bevor man zu den anstehenden Aufgaben kam, wurde Werner Hüls ausgezeichnet mit der Ehrenmitgliedschaft. Er hatte maßgeblich die Geschichte des Elbranddorfes aufgearbeitet und Gudula Heintzmann aus dem Vorstand dankte für diese „wunderbare Zusammenarbeit“. Auch Ehefrau Ilse Hüls wurde in die Dankesrede mit einbezogen und Vorstandsvorsitzende Ines Wulf überreichte noch einen gut gefüllten Geschenkkorb.

Dann ging es an die Arbeit. Die Satzung soll umgeschrieben werden, da bestimmte, ursprüngliche Ziele (es war ganz zu Beginn angedacht, aus Konau ein Museumsdorf zu machen) nicht mehr verfolgt werden und Neues hinzugekommen ist, wie die Trägerschaft für zwei Museen, einmal die Ausstellung „Grenzgänge“ über das Leben hinter dem Grenzzaun und einmal in Popelau die Ausstellung zu den Zwangsaussiedlungen.

Der grenzhistorische Rundweg, beziehungsweise die Schautafeln machen denn auch Kummer. Sie sind kaum mehr lesbar. „Der Vorschlag war, die Emailleschilder mit einer Klebefolie zu belegen, das wäre eine kostengünstige Variante“, erläutert Gudula Heintzmann. Inzwischen habe sie fast alle für die Schautafeln verwendeten Fotos zusammen und die Folien könnten in Auftrag gegeben werden.

Auch die Fotos der Ausstellung zur Zwangsaussiedlung müssen ersetzt werden. Zudem soll noch einmal versucht werden, die Medienstationen instand zu setzen. Die Sparkassenstiftung hilft bei den Kosten .

Etwas länger wurde darüber diskutiert, ob es nicht Sinn machen würde, ein Stück Grenzzaun wieder an einem Originalplatz aufzubauen. Der Turm sei zwar an seinem originellen Standort, aber der Zaun habe an der Stelle im Vorland nie gestanden. Natürlich solle ein Aufbau nicht vor jemandes Wohnzimmerfenster erfolgen, unterstrich Jan Trieweiler, aber es gebe Stellen, an denen er nicht stören würde und man könnte die Grenzsituation für Besucher wider erlebbar machen.

Zum Schluss wurde noch beschlossen, die Teile der ehemaligen Schlagbaumhütte zwischen Haar und Neuhaus, die in Neuhaus lagern, zu sichern. „Sie wird uns kostenfrei angeboten, wir sollten sie sichern“, so Trierweiler. Die Mitglieder stimmten zu.

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